SEENOTRETTER IM EINSATZ: Lebensgefahr vor Juist und Stralsund

18 Jun 2017

Sie sind Helden des Alltags – und retten immer wieder Leben. In den vergangenen Tagen hatten die Seenotretter viel zu tun und halfen Menschen in Not. Am Freitagabend (16. Juni) geriet die Besatzung eines Motorboots vor der Insel Juist in akute Lebensgefahr. Fünf junge Leute zwischen 20 und 25 Jahren waren mit dem sechseinhalb Meter langen Boot hinausgefahren, um einen Geburtstag zu feiern. Sie meldeten einen Motorschaden und warfen im Juister Watt den Anker. Der Strom und der Wind (Stärke 6), führten jedoch zu starkem Seegang. Mehrere große Wellen schlugen ins Boot. Neben den Seenotrettern der Freiwilligen-Station Juist wurde nun auch die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Bernhard Gruben“ (Norderney) nachalarmiert.

Seenotretter auf der Nordsee

Als das Seenotrettungsboot „Hans Dittmer“ eintraf, kamen die Lenzpumpen nicht mehr gegen den Wassereinbruch an. Ein Versuch, den Havaristen über eine Leinenverbindung zu sichern, musste aufgegeben werden. Die jungen Leute wurden gerettet. Einige wirkten wie unter Schock, weshalb die Seenotretter vorsorglich einen Notarzt alarmierten. Die Retter bargen auch noch eine Kühltasche, die in der Nordsee trieb. Darin: die Geburtstagstorte. Allerdings lautete das Urteil der Retter: „Torte nach Rettung nicht mehr genießbar.“

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Ähnlich spektakulär verlief ein Einsatz vor Stralsund. Spaziergänger hatten mehrere rote Raketen gemeldet – ein sicheres Zeichen für einen Seenotfall. Sofort lief das Seenotrettungsboot „Hertha Jeep“ aus, bei stürmischem Westwind der Stärke 8. Die Besatzung des Hubschraubers „Christoph 47“ sichtete das Boot südöstlich von Palmer Ort. Es hieß „Das Drama“ – ein Name, der zur Situation passte.

 Seenotretter auf der Ostsee

„Ein Segler war seekrank und der andere mit der Situation total überfordert. Beide waren entkräftet und nicht mehr in der Lage zu segeln. Zu allem Überfluss hatten sie einen Tampen in den Propeller bekommen und das Boot war manövrierunfähig“, sagt Vormann Günter Towara. Ein Rettungssanitäter ging an Bord und stabilisierte den Seekranken. Dann schleppten die Retter das Boot in die Marina von Lauterbach. Gegen 1 Uhr endete der Arbeitstag der Freiwilligen Retter; sie meldeten wieder „Klar P3“ – einsatzbereit.

 

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Von Ankerherz

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