Am Samstagabend gegen 19 Uhr meldete sich die „Weser“ bei der von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) betriebenen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen. Das Lotsenstationsschiff befand sich rund acht Seemeilen, etwa 14 Kilometer, vor Wremen auf der Außenweser. Für den verletzten Seemann zählte jede Minute.
Rettung im Sturm auf der Außenweser
Die Einsatzleiter der Rettungsleitstelle See alarmierten umgehend den in Bremerhaven stationierten Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER. Sie forderten zusätzlich einen Such- und Rettungshubschrauber (SAR) des Marinefliegergeschwaders 5 an. Die „Weser“ erhielt die Anweisung, dem Seenotrettungskreuzer entgegenzulaufen. Parallel wurden ein Notarzt sowie eine Rettungswagen-Besatzung zur HERMANN RUDOLF MEYER beordert.

Mit dem Personal des Landrettungsdienstes an Bord nahm der Seenotrettungskreuzer Kurs auf das Lotsenstationsschiff. Der kräftige Wind und der hohe Seegang machten das Manövrieren anspruchsvoll und verlangten der Besatzung höchste Konzentration ab.
Das Können der Lotsen
Nahezu zeitgleich erreichten Seenotretter und Marineflieger die „Weser“. Die Wetterbedingungen ließen für kurze Zeit ein sicheres Vorgehen aus der Luft zu. Der SAR-Hubschrauber vom Typ „Sea Lion“ konnte den verletzten Lotsen per Rettungskorb aufwinschen, während die Seenotretter das Mänöver auf See absicherten.
Was Lotsen besonders in schwerem Wetter leisten, ist immer wieder Thema im Ankerherz Blog. Zuletzt berichteten wir über einen besonderen Sturmeinsatz auf der Nordsee vor IJmuiden (HIER siehst Du das Video auf unserer Facebook-Seite). Wir haben den Lotsen ein eigenes Kapitel in unserem Buch "Helden der See gewidmet". Du kannst es HIER bestellen.



























