Die Hamburger Reederei bestätigte, dass die „Tema Express“ den Persischer Golf in den vergangenen Tagen durch die Meerenge verlassen konnte. Details zum Ablauf nannte das Unternehmen aus Sicherheitsgründen nicht. Das rund 260 Meter lange Containerschiff war seit Beginn der militärischen Eskalation in der Region im Golf gefangen.
Nach Angaben eines Sprechers wird das Schiff nun wieder in den regulären Fahrplan integriert. Damit ist die „Tema Express“ das erste bekannte Frachtschiff von Hapag-Lloyd, dem seit Beginn der Blockade die Passage gelungen ist.
Vier Schiffe bleiben zurück
Die Lage für die übrigen Einheiten der Reederei bleibt angespannt. Ursprünglich waren sechs Hapag-Lloyd-Schiffe mit rund 150 Seeleuten im Golf festgesetzt. Inzwischen sind es noch vier Schiffe mit etwa 100 Crew-Mitgliedern. Ein weiteres Schiff gehört nach Ablauf eines Chartervertrags nicht mehr zur Flotte.
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Wann auch diese Schiffe die Region verlassen können, ist offen. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte zuletzt erklärt, man warte auf ein geeignetes Zeitfenster für eine sichere Passage. Die Sicherheit der Crews habe oberste Priorität. Ihre Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser sei sichergestellt.
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten maritimen Nadelöhren der Welt. Ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Warenverkehrs passiert täglich die Meerenge. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar wird die Passage durch den Iran faktisch blockiert – mit massiven Folgen für die internationale Schifffahrt.
Strategischer Engpass bleibt blockiert
Zahlreiche Handelsschiffe sitzen weiterhin im Persischen Golf fest. Erste Bewegung gab es bereits am vergangenen Wochenende: Kreuzfahrtschiffe der Reedereien TUI Cruises und MSC Cruises nutzten ein kurzes Zeitfenster, um die Region zu verlassen.



























