Donnerstag, 1. Oktober 2026, kurz nach 6.30 Uhr Ortszeit: Die britische Küstenwache empfängt ein Mayday. Nahe der markanten, frei stehenden Felsnadel "Old man of Hoy" ist ein Fischtrawler auf Grund gelaufen. Das knapp 35 Meter lange Fischereifahrzeug unter britischer Flagge war auf dem Weg nach Scrabster an der schottischen Nordküste,
Die Seenotretter der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) aus Stromness laufen sofort aus. Auch die NorthLink-Fähre „Hamnavoe“, die kurz zuvor in Stromness auslief, kommt zu Hilfe. Ihre Besatzung lässt ein schnelles Rettungsboot zu Wasser, das sich gemeinsam mit dem RNLI-Boot bei der havarierten „Genesis“ bereithält.
Rettung vor den Steilklippen
An Bord der „Hamnavoe“ verfolgen Passagiere das Geschehen. Eine Durchsage des Kapitäns informiert sie darüber, dass ihre Fähre Hilfe leisten wird. Gegenüber BBC Radio Orkney schildern Augenzeugen später, wie tief sie der Einsatz der Retter beeindruckt hat.
Hubschrauber aus Sumburgh auf den Shetlandinseln und aus Stornoway auf den Äußeren Hebriden sind alarmiert worden. Auch die Küstenrettungsteams aus Kirkwall und St Margaret’s Hope sowie ein Seefernaufklärungsflugzeug der Royal Air Force sind an der Rettung beteiligt. Die Besatzung eines Hubschraubers holt alle 17 Fischer per Seilwind von Bord und fliegt sie in die Inselhauptstadt Kirkwall. Alle bleiben unverletzt.
17 Fischer gerettet
Für die „Genesis“ ist der Einsatz damit noch nicht beendet. Nach der Evakuierung bleibt das Schiff zunächst auf den Felsen liegen. Die Küstenwache entsendet ihren Notschlepper und Fachleute für die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen beobachten die Lage.
Weshalb das Fischereischiff auf Grund lief? Unklar. Die Polizei ermittelt.



























