Der Mayday-Ruf auf UKW-Kanal 16 ist schwach. Der Funkspruch enthält weder einen Schiffsnamen noch eine Position. Für die Rettungsleitstelle See in Bremen ist zunächst unklar, wo sie suchen muss. Es ist Freitag, 25. September, kurz nach 17:30 Uhr.
Den entscheidenden Hinweis liefert die Besatzung einer anderen Segelyacht. Sie hat den Ruf ebenfalls empfangen und entdeckt in ihrer Nähe einen Katamaran mit gebrochenem Mast: rund neun Seemeilen, etwa 16,5 Kilometer, nördlich von Wangerooge. Das ungefähr zehn Meter lange Boot treibt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) manövrierunfähig auf der Nordsee.
Seenot vor Wangerooge
Zwei Menschen sind an Bord. Das Paar wollte den Katamaran von Skandinavien nach Portugal überführen. Die Rettungsleitstelle alarmiert den in Hooksiel stationierten Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN. Sein Tochterboot JOHANN FIDI ist bereits auf See und fährt voraus. Auch das Bundespolizeischiff „Bad Düben“ nimmt Kurs auf den Katamaran. Gegen 18.15 Uhr treffen die Einsatzkräfte am Havaristen ein.
Von den Helden der See - HIER bestellen!
Der Skipper ist durch das Schaukeln des beschädigten Bootes seekrank geworden. Ein Kontrollboot der Bundespolizei bringt ihn auf die „Bad Düben“, wo er medizinisch versorgt wird. Währenddessen gehen Seenotretter und Bundespolizisten an Bord des Katamarans. Sie trennen den gebrochenen Mast samt Segel und Takelung ab, damit das Boot geschleppt werden kann. Die „Bad Düben“ sichert Mast und Segel mit ihrem Kran.
Seenotretter und Bundespolizei im Einsatz
Die BERNHARD GRUBEN nimmt den Katamaran in Schlepp. Die Segelpartnerin des Skippers bleibt an Bord und bedient auf dem Weg nach Hooksiel das Ruder. Um 22.45 Uhr erreicht der Schleppverband den Hafen. Kurz darauf trifft auch die „Bad Düben“ ein, und das Paar ist wieder vereint. Weshalb der Mast brach, ist ungeklärt.




























