UPDATE, Sonntag: Die vor der dänischen Insel Fanø gestrandeten Pottwale sind tot. Insgesamt sechs Tiere sind verendet. Es soll sich um junge Männchen handeln. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet, sollen Knochen zur weiteren Analyse an die Universität in Kopenhagen geschickt werden.
Behörden bitten um Abstand
Das war vorher passiert...
Der dänische Umweltminister Magnus Heunicke rief die Bevölkerung eindringlich dazu auf, Absperrungen zu respektieren und sich von der Unglücksstelle fernzuhalten. Jede Störung könne die Tiere zusätzlich stressen und mögliche Rettungsversuche erschweren.
Gerade bei gestrandeten Walen gilt Ruhe als entscheidender Faktor, da Lärm und Nähe von Menschen die ohnehin geschwächten Tiere weiter belasten können.

Warum geraten Pottwale in die Nordsee?
Warum sich die Vorfälle derzeit häufen, ist bislang unklar. Fachleute vermuten jedoch, dass es sich um männliche Tiere handelt, die zu dieser Jahreszeit aus arktischen Gewässern in südlichere Regionen wandern. Auf diesem Weg können sich Pottwale verirren und in flachen Bereichen der Nordsee festlaufen – ein bekanntes, aber schwer erklärbares Phänomen.
Drittes Wal-Drama in diesem Jahr
Die Strandung vor Fanø ist bereits der dritte Vorfall dieser Art in Dänemark innerhalb weniger Wochen. Erst vor rund drei Wochen war ein fast 14 Meter langer Pottwal an einem Strand in Nordjütland entdeckt worden. Wenige Tage später wurde ein weiteres Tier auf einer Sandbank nahe Esbjerg gesichtet. Für die gewaltigen Meeressäuger endet ein Irrweg in die flachen Gewässer der Nordsee oft tödlich.



























