Eine knapp 15 Meter lange Segelyacht unter tschechischer Flagge ist am Sonntagmorgen, (27. September) vor Shetland in ernste Schwierigkeiten geraten. Das Boot kam nach einer Nachtfahrt aus Tórshavn auf den Färöerinseln und wollte Sumburgh Head auf dem Weg zum Hafen von Lerwick umrunden. Bei starkem Südwind brach ein Mast.
Der Skipper setzte einen Pan-pan-Funkspruch ab und bat Schiffe in der Nähe um Hilfe. Um 9.25 Uhr alarmierte die britische Küstenwache die Seenotretter der RNLI in Lerwick. Binnen 15 Minuten lief ihr Rettungsboot aus. Trotz schwerer Dünung erreichte es die Yacht gegen 10.45 Uhr, rund eine Seemeile östlich von Compass Head. Etwa zur selben Zeit traf ein schnelles Rettungsboot am Havaristen ein.
Mastbruch vor Sumburgh Head
Die Yachtcrew hatte den gebrochenen Mast und die Takelage inzwischen gesichert. Nach einer Lagebeurteilung nahmen die RNLI-Seenotretter das Boot in Schlepp. Mit fünf bis sechs Knoten brachten sie es nach Lerwick, wo es gegen 14.45 Uhr sicher am Victoria Pier festmachte.

Während des Einsatzes wehte der Südwind beständig mit Stärke 7. Die Dünung erreichte drei bis vier Meter. RNLI-Vormann Stephen Manson zufolge hätte eine Änderung der Windrichtung die manövrierbehinderte Yacht auf die Felsen bei Sumburgh Head treiben können. Für die sieben Menschen an Bord endete die Fahrt sicher im Hafen.
Mut der Seenotretter
Wir von Ankerherz kennen das Seegebiet aus sicheren Perspektive der großen Islandfähre. Auf unseren Skua-Touren kommen wir regelmäßig am Sumburgh Head vorbei (nächste Skua Tour mit verfügbaren Plätzen ist im Winter 2027, alle Informationen dazu findest Du HIER). Das Foto des Beitrags entstand in Bedingungen, die mit denen des Einsatzes vergleichbar sind.
Wir haben enormen Respekt vor der Courage der Retter.



























