Stefan Kruecken

Das Ankerherz Team | Stefan Kruecken Name: Stefan Kruecken

 Beruf: Reporter, Verleger

 Geburtsdatum: April 1975

 Wohnort: Im Süden von Hamburg, mit meiner Traumfrau, vier Kindern, zwei Hunden und einem alten Pickup.

 

 

 

 

 

 

Bitte erzähle uns an dieser Stelle etwas mehr über deine Arbeit und dich.

Seit ich ein Kind war, wollte ich Reporter werden, wegen der Abenteuer von „Tim & Struppi“. In ferne Länder reisen, Geschichten aufschreiben und mit einem versoffenen Kapitän in einem Schloss wohnen, dieses Konzept hat mich überzeugt. Es kam so ähnlich, nur ohne das Schloss. Ich war vor der Gründung von Ankerherz Polizeireporter bei der „Chicago Tribune“, Reporter für Magazine wie „max“, „Stern“ oder GQ, es war ein aufregendes Leben. Hooligans in Glasgow, Organmafia in Moldawien, auf einem Expeditionsschiff vor Grönland. Heute reise ich weniger und verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und den Kindern. Das Gestalten eines Verlags und eines kleinen Radiosenders macht aber mindestens so viel Spaß.

Was inspiriert dich jeden Tag dein Bestes zu geben?

Spaß an der Arbeit. Wenn man nicht sein Bestes geben will, soll man es
ganz lassen, denn alles andere ist Zeitverschwendung.
Wir geben uns größtmögliche Mühe, die Geschichten von Menschen zu
erzählen, die wichtiges für unsere Gesellschaft tun. Seenotretter,
Kriegsfotografen, Polizisten zum Beispiel. Wir geben ihnen eine Stimme
und wir erzählen aus ihrer Sicht, so gut wir es können. Ich sehe viel Sinn
in dem, was wir mit Ankerherz tun. Wenn Leute uns schreiben, dass z.B.
unsere „Facebook-Seite“ eine „Oase“ für sie ist und ihnen Mut gibt,
motiviert mich das zusätzlich.

Wie bist du dort angekommen, wo du jetzt bist?

Ohne richtigen Plan, aber mit Leidenschaft für meine Arbeit und mit der Liebe meiner Familie. Ich denke, wir sind auch fleißig.

Wo an der See würdest Du gerne leben?

In der Nähe eines Leuchtturms, denn das spricht dafür, dass das Meer an dieser Stelle wild ist.

Hast Du eine kleine Geschichte, die etwas über Dich erzählt?

Immer dann, wenn ich auf See gehe, wird das Wetter schlecht. Auf der ersten Skua-Tour hatten wir Beaufort 10 und zehn Meter hohe Wellen. Auf fast allen Heimathäfen-Touren gab es Wind, und selbst, als wir mit Kapitän Schwandt über die Ostsee fuhren, gab es einen Sturm. Das schönste Erlebnis war südlich der Falkland-Inseln, an Bord der MS Deutschland auf dem Weg nach Buenos Aires. Ein voller Orkan, gewaltige Wellen, doch wir sind nachts durch eine unverschlossene Tür raus aufs Deck. Vermutlich war das bescheuert, aber ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Der Sturm als lebendes Wesen, das mit tiefer Stimme brüllt, schreit, geifert. Es war wirklich unheimlich. Seit dieser Nacht habe ich noch mehr Respekt vor Seeleuten.