Gegen 21 Uhr am Dienstagabend meldete sich der Kapitän des 22 Meter langen Kutters bei der Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen. Im Maschinenraum hatte es zuvor ungewöhnliche Geräusche gegeben, kurz darauf trat starker Rauch aus. Die Crew entschied sich, die Maschine abzustellen – eine richtige Entscheidung, die aber Folgen hatte: Das Schiff war damit manövrierunfähig.
Notfall vor Süderoogsand
Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Kutter etwa acht Seemeilen südwestlich des Hochsandes Süderoogsand. Wind und Seegang schoben den Kutter langsam in Richtung flacheres Wasser. Die Gefahr, aufzulaufen und festzukommen, wuchs mit jeder Minute.
Das MRCC Bremen alarmierte den auf Nordstrand stationierten Seenotrettungskreuzer EISWETTE. Parallel wurde der Kreuzer THEODOR STORM aus Büsum in den Einsatz eingebunden. Büsum wurde zugleich als Zielhafen festgelegt – aufgrund der Lage und der zu erwartenden Schleppstrecke die sinnvollste Option.
Lange Schleppfahrt nach Büsum
Gegen 22.15 Uhr erreichte die EISWETTE den Havaristen. Unter schwierigen Bedingungen stellten die Seenotretter eine Schleppverbindung her und nahmen Kurs Südost. Der Kutter hing nun sicher am Haken – aber der Weg in den Hafen war lang.
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Bei südlichen Winden um vier Beaufort und einer Schleppgeschwindigkeit von vier bis fünf Knoten arbeitete sich der Verband durch die Nacht. In Höhe der Einfahrt zum Fahrwasser Norderpiep übernahm gegen 1 Uhr die THEODOR STORM den Schlepp.
Die Besatzung des Fischkutters blieb während der gesamten Zeit unverletzt an Bord. Gegen 6 Uhr morgens erreichten die Seenotretter schließlich den Hafen von Büsum. Der Kutter wurde sicher festgemacht – der Einsatz war beendet.




























