11/07/17

Wie im Actionfilm: Deutsche Segler 800 Kilometer vor Küste gerettet

Wie im Actionfilm: Deutsche Segler 800 Kilometer vor Küste gerettet - Ankerherz Verlag

Es ist eine der spektakulärsten Rettungsaktionen der letzten Jahre. Zwei deutsche Segler sind von ihrer brennenden Yacht im Atlantik gerettet worden – 800 Kilometer vor der Küste von Florida. Auf dem Weg von Jamaika nach Bremerhaven war ihr Boot in Brand geraten und schnell gesunken. Normalerweise eine verzweifelte und aussichtslose Lage – doch dann kam die amerikanische Luftwaffe zur Hilfe.

Den Männern (66 und 48 Jahre alt) war es noch gelungen, über Satellitentelefon ihre Angehörigen in Bremerhaven anzurufen. Diese informierten die Feuerwehr, die an die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übergab.

   

Rettung wie in einem Actionfilm

Nun musste es schnell gehen, denn die Notfunkbake der Yacht sendete ein S.O.S.: Die amerikanische Küstenwache in Miami wurde informiert. Versuche, die Yacht telefonisch zu erreichen, scheiterten zu diesem Zeitpunkt. Die Männer trieben bereits in einer Rettungsinsel, glücklicherweise in ruhiger See.

Was nun geschah, erinnert an einen Actionfilm: Die Küstenwache leitete einen Tanker, die „Nord Nightingale“ um und bat die United States Airforce (die Luftwaffe) um Unterstützung. Das Einsatzgebiet lag außerhalb der Reichweite der eigenen Helikopter. Die Luftwaffe schickte ein Flugzeug der Abteilung „920. Rescue Wing“. Normalerweise retten diese Spezialkräfte Soldaten in Kriegsgebieten.

https://www.youtube.com/watch?v=6iqf-B7Qr9Q

Fünf Fallschirmspringer gehen ins Wasser

Der Tanker näherte sich der Rettungsinsel, doch die Crew konnte nichts unternehmen. Aus dem Flugzeug der Luftwaffe sprangen fünf Fallschirmspringer mit Schlauchbooten und medizinischer Versorgung ab. Sie landeten im Atlantik, holten die Schiffbrüchigen auf die Schlauchboote und brachten sie an Bord „Nord Nightingale“.

Die Besatzungen von zwei Hubschraubern der Airforce winschten dann Gerettete, Retter und Ausrüstung vom Tanker auf und flogen sie nach Florida. Die Hubschrauber mussten wegen der langen Distanz in der Luft betankt werden. Beide Schiffbrüchige werden nun in einem Krankenhaus von Orlando behandelt, der jüngere Mann liegt wegen seiner schweren Brandverletzungen auf der Intensivstation.

Vater und Sohn drückten ihren tiefsten Dank für die Retter und die beteiligten Organisationen aus. Und das muss man auch: Was für ein heldenhafter Einsatz.

 

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