Vor Port of Ness, im Norden der schottischen Hebrideninsel Lewis (Foto), bleibt ein Fischerboot mit drei Männern an Bord überfällig. Am Dienstagabend, 13. Oktober, erreicht die britische Küstenwache gegen 21.20 Uhr die Meldung, dass das Boot nicht zurückgekehrt ist. Ein großer Sucheinsatz beginnt – auf See, aus der Luft und entlang der Küste.
Retter suchen im Sturm
Ein Flugzeug, zwei Hubschrauber, sechs Rettungsteams der Küstenwache und zwei Seenotrettungsboote der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) sind seither im Einsatz. Ein Hubschrauber sucht die nordöstliche Küste von Lewis zwischen Broadbay und Ness ab und fliegt ein Suchraster über dem Meer. Die Bedingungen im Sturm sind schwierig und gefährlich.

Im Verlauf des Einsatzes wird einer der Männer tot geborgen. Police Scotland bestätigt den Fund am Mittwoch, 14. Oktober. Die formelle Identifizierung steht zunächst noch aus. Die Angehörigen aller drei Männer sind informiert und werden von Polizeibeamten betreut. Zwei Besatzungsmitglieder bleiben vermisst.
Appell des Einsatzleiters
Sturm erschwert die Suche. Für Teile der schottischen Highlands und die abgelegenen Western Isles gilt am Mittwoch eine Wetterwarnung des britischen Wetterdienstes Met Office. Trotzdem geht die Suche weiter. Einsatzleiter Ross McCartney appelliert, sich bei eigenen Suchaktionen nicht in Gefahr zu bringen. Die Bedingungen seien "sehr schwierig".
Für die Familien sind es Stunden zwischen Trauer und banger Ungewissheit...


























