Wie die Seenotretter des National Sea Rescue Institute (NSRI) berichtet, mussten 21 Fischer ihr brennendes Schiff verlassen. Sie sprangen ins Meer, um ihr Leben zu retten. Der Fischtrawler Silver Dorado war am Montagabend vor der Küste der Eastern Cape Region in Brand geraten.
Mayday vor Noordhoek
Die Silver Dorado war zuvor am Tag vom Hafen Port Elizabeth ausgelaufen. Noch bevor der offizielle Mayday-Ruf einging, hatte das Einsatz- und Lagezentrum der NSRI um 17.52 Uhr Ortszeit einen Alarm von Augenzeugen erhalten: Ein Beobachter meldete ein brennendes Fischereifahrzeug auf See; kurz darauf ging auch ein Hinweis eines Mitglieds eines örtlichen Ski-Boot-Clubs ein. Das brennende Schiff befand sich etwa eine Seemeile vor Noordhoek.
Als der Mayday über Funk abgesetzt wurde, teilte die Besatzung mit, dass sie sich darauf vorbereite, das Schiff aufzugeben. Die NSRI aktivierte umgehend mehrere Rettungsteams. Gleichzeitig wurden alle Schiffe in der Umgebung aufgefordert, zur Unglücksstelle zu fahren. "Mayday Relay" heißt dieser Aufruf in der Fachsprache.
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Zu den ersten Rettern gehörte die Crew des Fischereifahrzeugs Leguga. Der Kapitän ließ ein eigenes Rettungsfloß aussetzen; man begann sofort mit der Bergung der Männer aus dem Wasser. Insgesamt konnten von der Leguga zwölf Fischer gerettet werden.
Mindestens fünf weitere Fischereifahrzeuge, die den Notruf ebenfalls empfangen hatten, trafen kurz darauf ein. Drei von ihnen nahmen die verbleibenden neun Seeleute an Bord. Am Ende waren alle 21 Besatzungsmitglieder – nach Angaben der NSRI südafrikanische Staatsbürger – gerettet und in Sicherheit.
Medizinische Versorgung an Land
Die Geretteten wurden von den beteiligten Fischereifahrzeugen auf den NSRI-Rettungskreuzer Bay Guardian übergeben und in die Rettungsbasis im Hafen von Port Elizabeth gebracht, wo man sie medizinisch untersuchte. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Nach Angaben der NSRI hatte sich das Feuer sehr schnell ausgebreitet. Die South African Maritime Safety Authority (SAMSA) sowie die Polizei haben Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Eigner des Schiffes beauftragten nach der Rettung ein Bergungs- und Havarieunternehmen. Angesichts der dramatischen Bilder erscheint es fast wie ein Wunder, das niemand zu Schaden kam.
Ein gutes Beispiel für Solidarität auf See...


























