15/08/25

Großcontainerfrachter "Marie Maersk" meldet Feuer an Bord

Vor der Küste Liberias steigt Rauch über einem der größten Containerschiffe der Welt auf. Die „Marie Maersk“ treibt. Löschschlepper sind an ihrer Seite. Was hat das Feuer an Bord ausgelöst – und lässt es sich rechtzeitig stoppen?
Marie Maersk. Foto: Wikipedia Commons

Eine Nachricht, die beunruhigt...

Die Besatzung des Großcontainerfrachters "Marie Maersk" meldet ein Feuer an Bord. Das 399 Meter lange Schiff treibt vor der Küste von Liberia an der westafrikanischen Küste, wie aktuelle AIS-Daten zeigen.

Feuer an Bord der "Marie Maersk"

Die Crew entdeckte Rauch aus Containern und leitete umgehend die festgelegten Lösch- und Sicherheitsmaßnahmen ein. Laut Angaben der dänischen Reederei sind alle Besatzungsmitglieder in Sicherheit, das Schiff befindet sich in "stabilem Zustand". Um rasch Unterstützung zu erhalten, drehte der Frachter zur Küste ab; am Abend trafen zwei Löschschlepper – "Captain Cat" und "Med Rigel" – ein.

Die „Maersk Savannah“ blieb in der Nähe auf Stand-by. Angaben zum Ausmaß möglicher Schäden an Ladung und Schiff liegen noch nicht vor. Die „Marie Maersk“ (Baujahr 2013, 19.076 TEU, 213.971 dwt) war am 6. August in Rotterdam ausgelaufen, mit Ziel Tanjung Pelepas in Malaysia und anschließenden Häfen in China.

Gefahr durch Feuer in Containern

Der Fall erinnert daran, wie gefährlich Containerbrände für die Welt der Seefahrt sind. Eine Hauptursache ist falsch deklarierte oder unsachgemäß verpackte Gefahrgut-Ladung, die Brände begünstigt und das Löschen erschwert. Branchenanalysen nennen dies "mis-declared cargo".

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Zur Einordnung der Häufigkeit: Laut dem Branchen-Meldesystem CINS ereignete sich 2023 im Schnitt alle neun Tage ein Container-/Cargo-Brand! Für 2024 verzeichnete der Allianz Safety & Shipping Review 250 Brandereignisse über alle Schiffstypen – ein Zehnjahres-Hoch; rund 30 % davon betrafen Container-, Stückgut- oder Ro/Ro-Schiffe.

Bedrückende Bilanz

Im Juli 2024 starb auf der „Maersk Frankfurt“ vor Indien ein Besatzungsmitglied; die indische Küstenwache kämpfte tagelang gegen das Feuer. Vier Monate später musste die „Rhine Maersk“ nach Teneriffa abdrehen, weil Container mit Kohle/Grillkohle gefährliche Temperaturen entwickelten – die Feuerwehr löschte, bevor sich der Brand ausbreiten konnte. Am 28. Juli 2025 geriet die „Stratford“ (8.533 TEU) im Südchinesischen Meer in Brand; Rettungskräfte löschten das Feuer, alle 25 Crewmitglieder wurden gerettet.

Historisch besonders schwer waren die Brände auf der „Maersk Honam“ (2018, fünf Tote) sowie der „MSC Flaminia“ (2012, drei Tote); letztere wurde nach umfangreichen Reparaturen wieder in Dienst gestellt (heute als „CMA CGM San Francisco“).

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