Seekrank vor Juist: Einer von zwei Seekajakfahrer litt so stark unter der Seekrankheit, dass es den beiden nicht mehr gelang, durch die Brandung zurück an den Strand zu gelangen. Am Sonntagmittag gegen 12.15 Uhr setzte einer der Wassersportler über den international gültigen UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 einen Notruf ab. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Männer etwa auf Höhe der Juister Ostbake.
Seekrank auf der Nordsee
Der Seenotrettungskreuzer EUGEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hörte den Funkspruch mit. Seine Besatzung legte von der Station Norderney sofort ab. Gleichzeitig koordinierte die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, den Einsatz. Rettungshubschrauber „Northern Rescue 03“ von NHC Northern Helicopter startete.

Die Besatzung erreichte die Kajakfahrer noch vor dem Seenotrettungskreuzer. Aus der Luft entdeckte sie die beiden Männer in der Brandung und nahm sie mit der Seilwinde an Bord. Schon wenige Minuten später setzte der Hubschrauber die Geretteten am Strand von Juist ab. Dort warteten bereits Krankenwagen an der Pier. Die Besatzung der EUGEN barg anschließend die beiden auf der Nordsee zurückgelassenen Kajaks.
Großer Notfall bestätigt sich nicht
Während des Einsatzes ging eine weitere beunruhigende Meldung ein: Im Bereich einer nahe gelegenen Sandbank sollten sich fünf bis sieben weitere Seekajakfahrer in Schwierigkeiten befinden! Zum Glück bestätigte sich diese Notlage nicht. Insgesamt sollen etwa zwölf Menschen mit Seekajaks vor Juist unterwegs gewesen sein.
Zur Unglückszeit wehte vor Juist ein südlicher bis südwestlicher Wind mit etwa vier Beaufort. Die Wassertemperatur lag bei 19 Grad, der Seegang vor der Küste bei rund einem Meter.
























