Gegen 13.15 Uhr befand sich das Einsatzschiff „Bad Düben“ der Bundespolizei nordwestlich von Hooksiel. Auf Höhe der Elbeansteuerung wurde die Besatzung auf eine Segelyacht aufmerksam. Das seltsame Fahrverhalten des Skippers ließ die Beamten misstrauisch werden. Was war an Bord los?
Die Bundespolizisten beschlossen, die etwa 14 Meter lange Yacht zu überprüfen. Zwei Beamte setzten mit dem Beiboot der „Bad Düben“ über. An Bord trafen sie auf einen älteren Einhandsegler, dessen Gesundheitszustand offenbar sehr ernst war. Der Mann benötigte dringend eine Behandlung im Krankenhaus.
Hubschrauber und Flaggschiff alarmiert
Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See in Bremen alarmierte den Rettungshubschrauber „Northern Rescue 01“ von NHC Northern Helicopter und den auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“. (Das Flaggschiff der Seenotretter kennen Ankerherz-Freunde von unseren Spucktüten-Touren nach Helgoland).
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Bevor die „Hermann Marwede“ auslief, nahm sie auf Helgoland einen Notarzt an Bord, der zugleich als freiwilliger Seenotretter tätig ist. Während der Seenotrettungskreuzer Kurs auf die Segelyacht nahm, startete auch der Hubschrauber. Kurz nach 14 Uhr erreichte „Northern Rescue 01“ die Yacht. Wegen der großen Entfernung zum Festland und des dringenden medizinischen Handlungsbedarfs blieb nur wenig Zeit.
Die Hubschrauberbesatzung nahm den erkrankten Segler deshalb mithilfe der Rettungswinde von seinem Boot auf und flog ihn direkt in ein Krankenhaus. Mit der Rettung des Skippers war der Einsatz jedoch noch nicht beendet: Seine Yacht trieb nun ohne Besatzung weit draußen in der Deutschen Bucht.
Seenotretter übernehmen verlassene Yacht
Die Rettungsleitstelle See hatte deshalb zusätzlich den Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ der Station Hooksiel alarmiert. Mit dem Tochterboot „Verena“ der „Hermann Marwede“ brachte man eine Seenotretterin auf die verlassene Segelyacht. Zudem nahm es einen weiteren Seenotretter von der „Bernhard Gruben“ an Bord und setzte ihn ebenfalls auf das Boot über.
Die beiden Seenotretter übernahmen die Yacht. Ausgestattet mit Proviant und zusätzlicher Sicherungsausrüstung fuhren sie das Boot sicher nach Hooksiel.
























