Knapp 40.000 Kubikmeter Sand fehlen nun auf Wangerooge. So hoch beziffert die Gemeinde die Verluste nach der ersten schweren Herbststurmflut. Auf mehreren Hundert Metern sind nach einem Bericht des NDR Abbruchkanten entstanden, die stellenweise bis zu zehn Meter erreichen. Vom Hauptstrand ist nach Angaben der Gemeinde etwa die Hälfte übrig.
Die Sturmsaison steht dabei erst am Anfang. Peter Kuchenbuch-Hanken, stellvertretender Bürgermeister der Insel, meint gegenüber Ankerherz, dass weitere Sturmfluten auch den verbliebenen Strand abtragen könnten. Für diesen Fall rechnet er mit Wiederherstellungskosten zwischen 500.000 und einer Million Euro.
Belastung für Wangerooge
Für Wangerooge ist das eine erhebliche Belastung. Bereits im vergangenen Jahr gab die Gemeinde nach seinen Angaben 230.000 Euro für neuen Sand aus – bei damals vergleichsweise geringen Verlusten.
Wer die Arbeiten am Strand bezahlt, hängt davon ab, welchem Zweck der Sand dient. Nach Darstellung Kuchenbuch-Hankens gehört der Strand zwar dem Bund. Die Kosten für die Wiederherstellung des touristisch genutzten Sandstrandes übernehme dieser jedoch nicht: Die Maßnahme werde dem Tourismus zugerechnet, nicht dem Küstenschutz.
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Will Wangerooge seinen Gästen im Frühjahr wieder einen entsprechend hergerichteten Badestrand bieten, muss die Gemeinde demnach selbst dafür aufkommen. Wie hoch die Rechnung tatsächlich ausfällt? Wird auch davon abhängen, was die kommenden Sturmfluten hinterlassen.
Auf Langeoog könnte die Finanzierung anders aussehen. Dort entstand eine bis zu vier Meter hohe Abbruchkante nahe der Süßwasserlinse, aus der die Insel ihr Trinkwasser gewinnt. Weil der betroffene Strandbereich zum Schutz dieses Wasservorkommens beitrage, komme möglicherweise eine Kostenübernahme durch das Land infrage, berichtet der NDR unter Berufung auf Angaben von der Insel.
Norderney erwägt, auf neuen Sand zu verzichten
Auch auf Norderney hat die Sturmflut große Schäden angerichtet. An der Weißen Düne prüft die Kurverwaltung, den betroffenen Strandabschnitt nicht wiederherzustellen – obwohl er bei Gästen beliebt ist. Der Grund sind die hohen Kosten der wiederkehrenden Arbeiten.
Uwe Schneider, Sprecher der Kurverwaltung, bringt die Zweifel gegenüber dem NDR drastisch auf den Punkt: „Das Geld könnten wir sonst auch einfacher zum Fenster rauswerfen.“


























