02/11/26

Zehn Seeleute von sinkendem Seelenverkäufer gerettet

Ein Frachter sinkt im Mittelmeer, ein anderes Handelsschiff nimmt seine Besatzung auf. Für zehn Seeleute endet der Notfall vor Zypern glücklich. Doch der Name ihres Schiffes führt zu einer Vorgeschichte: unbezahlte Heuern, fehlende Vorräte und eine Crew, die auf Hilfe warten musste. Eine Schande, dass heute noch Seeleute mit so etwas unterwegs sein müssen...
Symbolfoto Seelenverkäufer

Ein Frachter mit dubioser Vorgeschichte ist westlich von Zypern in Seenot geraten. Am Freitagabend (30. Oktober 2026) erhielt die Rettungsleitstelle JRCC Larnaca die Nachricht, dass das unter tansanischer Flagge fahrende Handelsschiff "AS Dream" sinke. Zehn Besatzungsmitglieder befanden sich an Bord. Die Behörde verortete den Notfall rund 90 Seemeilen westlich der Insel.

Die Leitstelle löste einen großen Such- und Rettungseinsatz aus, an dem Schiffe und Hubschrauber und die Besatzung des Frachters  „MSC Hannah III“ beteiligt waren. Dessen Besatzung nahm alle zehn Seeleute auf. Anschließend wechselten die Geretteten auf ein Boot der Coastguard,  das sie in den Hafen von Limassol brachte. Alle Geretteten stehen unter Schock, sind aber körperlich wohlauf.

Ein halb gesunkenes Schiff ohne Beleuchtung

Für andere Schiffe blieb eine Gefahr zurück. In ihrer Navigationswarnung NW 333/26 beschrieb die zyprische Rettungsleitstelle die 82 Meter lange „AS Dream“ als verlassen, halb gesunken und unbeleuchtet. In ihrer Nähe trieb ein Rettungsboot. Die Schifffahrt wurde aufgefordert, Ausguck zu halten und Abstand zu wahren.

Ob der Frachter anschließend vollständig unterging, geht aus dieser Warnung nicht hervor. Auch die Ursache der Havarie ist in der offiziellen Einsatzmitteilung nicht genannt.

Schon zuvor war eine Besatzung auf Hilfe angewiesen

Fakt ist: Der Name „AS Dream“ steht bereits in der gemeinsamen Datenbank der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO für im Stich gelassene Seeleute. Der Eintrag betrifft einen Fall im israelischen Hafen Ashdod, datiert auf den 1. September 2025.

Damals ging es um acht Besatzungsmitglieder. Gemeldet wurden vier Monate ausstehende Heuern sowie fehlender Treibstoff und Proviant. Die internationale Transportarbeitergewerkschaft ITF berichtete, sie habe Diesel für die Generatoren gekauft und die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser mit einem örtlichen Zollbeamten koordiniert.

Wir von Ankerherz meinen: Es ist eine Schande, dass Seeleute im Jahr 2026 noch mit einem solchen Albtraum" namens "Dream" auf den Meeren unterwegs sein müssen...

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