Das Mayday wurde am 14. Juni gegen 10 Uhr Ortszeit von der U.S. Navy empfangen. Ein Seesicherungsflugzeug flog sofort los; die Besatzung warf ein Seenotrettungspaket ab, zu dem eine Rettungsinsel gehört. Die 14 Seeleute bestiegen diese Rettungsinsel.
Kurz darauf traf der Ro/Ro-Frachter "Jabal Ali 9", der das "Mayday" ebenfalls empfangen hatte, beim Havaristen ein. So geht Solidarität auf See. Trotz der schweren See gelang es der Crew des Frachters, elf der Seeleute aus der Rettungsinsel an Bord nehmen. Dann wurde die Lage noch dramatischer: Die Insel kenterte in den Wellen!
Frachter setzt Mayday ab
Die drei verbliebenen Männer kämpften nun in der aufgewühlten See um ihr Leben.
Rettung kam aus der Luft: Die Crew eines Helikopters, der zum Flugzeugträger USS Abraham Lincoln (CVN 72) gehört, zog die drei Schiffbrüchigen aus dem Meer und setzte sie an Deck der "Jabal Ali 9" ab. Allen drei geht es nach Angaben der US-Marine körperlich gut. Auch der Zerstörer "USS Michael Murphy (DDG 112)" war als Reaktion auf den Notruf zum Unglücksort gefahren.
Schiffbrüchigen geht es gut
Der Name des Havaristen wurde bislang nicht bekannt gegeben. Auch ist unklar, ob das Schiff in der Zwischenzeit sank und wie es überhaupt zum Unglück kommen konnte. Wegen der angespannten weltpolitischen Lage befinden sich viele Kriegsschiffe im Seegebiet. Das 5. Flottengeschwader der US-Navy ist im Einsatzgebiet verantwortlich, das den Arabischen Golf, den Golf von Oman, das Rote Meer und Teile des Indischen Ozeans umfasst.
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