10/05/25

Bremerhaven: Polizei geht gegen "Möwen-Mann" auf Deich vor

Ein "Möwen-Mann" hat in Bremerhaven wiederholt Tiere angelockt und gefüttert. Trotz eines bekannten Verbots. Nun droht ihm eine hohe Geldstrafe...
Bremerhaven: Polizei geht gegen "Möwen-Mann" auf Deich vor

Immer wieder lockte ein "Möwen-Mann" mit seiner Fahrradklingel in Bremerhaven die Tiere an und fütterte sie. Anwohner meldeten den Mann, der mit einer Kiste voller Brötchen auf dem Deich auftauchte, mehrfach bei der Polizei. Doch der Mann machte einfach weiter - trotz eines Verbots in der Stadt und der Aussicht auf eine Geldstrafe.

Nun fand die Fütterungsroutine ein vorläufiges Ende. Polizeibeamte ertappten den 39-jährigen Mann auf frischer Tat – samt klingelndem Fahrrad und Backwaren. Seine ungewöhnliche Angewohnheit, die Vögel mithilfe der Klingel herbeizurufen und zu füttern, könnte ihn nun teuer zu stehen kommen.

Möwen füttern ist verboten

Denn in Bremerhaven – wie in vielen anderen norddeutschen Städten und Gemeinden – ist das Füttern von Wildtieren ausdrücklich verboten. Die örtlichen Vorschriften dienen nicht nur dem Schutz der Tiere, sondern auch der Gesundheit der Bevölkerung und dem Stadtbild. Möwen können aggressiv und angriffslustig werden, wenn man sie an regelmäßige Futterquellen gewöhnt. Sie greifen Passanten an, reißen Tüten auf und hinterlassen jede Menge Dreck.

Auch auf den Nordseeinseln Norderney, Borkum oder Sylt ist das Füttern von Möwen strikt untersagt. Dort weisen Schilder eindringlich auf das Verbot hin – wer es ignoriert, riskiert Bußgelder, die je nach Kommune bis zu 5.000 Euro betragen können. In Cuxhaven, auf Wangerooge und auch in Hamburg wurden in der Vergangenheit wiederholt empfindliche Geldstrafen verhängt.

Möwen füttern ist nicht harmlos

Das Füttern von Möwen mag auf den ersten Blick harmlos wirken – ist es aber nicht. Wenn die Tiere regelmäßig von Menschen mit Nahrung versorgt werden, verlieren sie ihre natürliche Scheu und ihr Jagdverhalten. Statt Fische oder Muscheln zu suchen, lauern sie dann an Promenaden, in Fußgängerzonen oder an Stränden – oft aggressiv, manchmal sogar mit gezielten Angriffen auf Passanten, die Lebensmittel tragen. Besonders Kinder geraten immer wieder in den Fokus der Tiere, wenn sie ein Eis oder ein Brötchen in der Hand halten.

Hinzu kommt: Das Futter, das Möwen von Menschen bekommen – etwa Weißbrot oder Backwaren – ist für die Tiere ungeeignet. Es führt zu Mangelernährung und kann langfristig krank machen. Zudem zieht das künstlich angelegte Futterangebot immer größere Schwärme an. Die Folge sind Lärm, Kotverschmutzung und ein gestörtes Stadtökosystem. Deshalb setzen viele norddeutsche Städte und Inseln konsequent auf Fütterungsverbote – nicht aus Spaß, sondern aus Notwendigkeit.

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