Vor der südenglischen Küste sind drei Mitglieder einer Familie ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in Shoreham-by-Sea. Die Hafenstadt mit knapp 20.000 Einwohnern liegt in der Grafschaft West Sussex am Ärmelkanal, rund zehn Kilometer westlich von Brighton.
Ein Mann, eine Frau und ein Mädchen im Teenageralter starben, nachdem sie am Dienstag aus dem Meer geborgen worden waren. Ein jüngeres Mädchen wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Sie kämpft um ihr Leben.
Tragödie vor Shoreham-by-Sea
Der Notruf ging gegen 14.40 Uhr ein. Küstenwache, Polizei, Rettungsdienst und die Seenotretter der RNLI rückten mit mehreren Booten und Hubschraubern zum Shoreham Fort (einem historischen Fort aus der Zeit der napoleonischen Kriege) an der Einfahrt des Hafens aus. Alle vier Menschen wurden zunächst an Land gebracht. Trotz der Bemühungen der Rettungskräfte konnten drei von ihnen nicht gerettet werden.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren die vier Familienmitglieder zum Schwimmen ins Wasser gegangen und dabei in Not geraten. Hatten sie die Bedingungen unterschätzt? Weshalb es zu dieser Tragödie kommen konnte geschah, ist noch unklar. Medienberichte, wonach sich eines der Kinder möglicherweise in einem Fischernetz verfangen haben könnte und die Eltern hinterher sprangen, um es zu retten, sind bislang nicht offiziell bestätigt.
See war aufgewühlt
Anwohner berichteten von starkem Wind und einer aufgewühlten See außerhalb des geschützten Hafenbeckens. Die Küstenwache suchte das Gebiet weiträumig ab. Weitere Menschen werden nicht vermisst. Die Polizei hat Ermittlungen zur genauen Unglücksursache aufgenommen.
Erst vor wenigen Wochen hatte sich an der englischen Südküste ein ähnliches Unglück ereignet. In West Mersea, Grafschaft Essex, ertranken der siebenjährige Musa Ahmed, seine Cousine und deren Mutter bei einem Bad im Meer.



























