Die „Maranello“, registriert im bretonischen Saint-Brieuc, befand sich am Samstagabend rund 26 Seemeilen – etwa 48 Kilometer – südwestlich der englischen Hafenstadt Plymouth. Das Seegebiet liegt südwestlich des markanten Eddystone-Leuchtturms. Gegen 18 Uhr britischer Zeit meldete die Besatzung dem ebenfalls aus Saint-Brieuc stammenden Fischkutter „Stradale“ Probleme mit dem Fanggeschirr. Kurz darauf setzte die „Maranello“ einen Notruf ab.
Drei Fischer in letzter Minute gerettet
Die Fischer der „Stradale“ eilten sofort zum Havaristen. Sie nahmen drei der insgesamt fünf Besatzungsmitglieder aus dem kalten Wasser des Ärmelkanals auf, bevor die „Maranello“ sank. Einer der Geretteten war verletzt. Ein Rettungshubschrauber flog ihn später in ein Krankenhaus im englischen Truro. Die beiden anderen Männer wurden nach Plymouth gebracht. Inzwischen sind alle drei Überlebenden nach Frankreich zurückgekehrt.
Von den beiden übrigen Fischern fehlt jede Spur. Das britische Maritime Rescue Coordination Centre in Falmouth leitete eine umfangreiche Suchaktion ein. Hubschrauber, Suchflugzeuge und die RNLI-Seenotrettungsboote aus Falmouth, Newlyn, Plymouth und Salcombe durchkämmten das Seegebiet. Auch zahlreiche zivile Schiffe beteiligten sich bei der Suche. Ein Wettlauf gegen die Uhr.
Frankreich entsandte unter anderem ein Seefernaufklärungsflugzeug vom Typ Falcon 50 sowie das Unterstützungsschiff „Garonne“ der französischen Marine. Die französischen Rettungsleitstellen CROSS Gris-Nez und CROSS Corsen unterstützten die britische Einsatzleitung.
Suche ohne Ergebnis beendet
Die Rettungskräfte suchten während der Nacht und am gesamten Sonntag weiter. Am Montagmorgen erklärte die britische Maritime and Coastguard Agency die Suche offiziell für beendet. Es gibt keine Hoffnung mehr. Grundlage der Entscheidung seien sämtliche verfügbaren Informationen sowie die begrenzte Überlebenszeit in dem kalten Wasser gewesen.
Die britische Küstenwache dankte allen beteiligten Einsatzkräften und Schiffen. Ihre Gedanken seien bei den Familien und Freunden der beiden vermissten Seeleute. Weshalb die „Maranello“ so schnell sank und ob die gemeldeten Schwierigkeiten mit dem Fanggeschirr unmittelbar zu dem Unglück führten, wird nun untersucht.
























