26. August 2026, exakt 14.31 Uhr: Der deutsche Forschungseisbrecher „Polarstern“ überschritt bei 85°05,7 Minuten Nord und 18°57,0 Minuten Ost die Marke von zwei Millionen zurückgelegten Seemeilen. Welch ein Meilenstein: Das entspricht rund 3,7 Millionen Kilometern oder 92 Umrundungen der Erde am Äquator. Oftmals in den rauesten Seegebieten der Welt.
Seit ihrer Indienststellung am 9. Dezember 1982 pendelt die „Polarstern“ zwischen Arktis und Antarktis. Ihr Heimathafen ist Bremerhaven. Dort wird das Flaggschiff des Alfred-Wegener-Instituts ausgerüstet, gewartet und bei Bedarf repariert.
Zwei Millionen Seemeilen: unglaublicher Wert
An Bord arbeiten gut 40 Besatzungsmitglieder und bis zu 55 Forschende. Sie untersuchen den Meeresboden, die Wassersäule, das Meereis und die Atmosphäre. Im Durchschnitt ist die „Polarstern“ rund 305 Tage im Jahr unterwegs und legt etwa 50.000 Seemeilen zurück.
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Berühmt wurde das Schiff vor allem durch die MOSAiC-Expedition: Von Herbst 2019 bis Herbst 2020 ließ sich die „Polarstern“ im arktischen Meereis einfrieren und driftete ein Jahr lang durch den Arktischen Ozean. Forschende aus 20 Nationen sammelten dabei einzigartige Daten über das Zusammenspiel von Eis, Ozean und Atmosphäre. Das Alfred-Wegener-Institut bezeichnet MOSAiC als größte Arktisexpedition aller Zeiten. (HIER gibt es das spannende Logbuch!)
Weltberühmte Expeditionen
Derzeit untersucht die „Polarstern“ die Geologie des Arktischen Ozeans. Obwohl der Eisbrecher seit mehr als 40 Jahren im Einsatz ist, gilt er weiterhin als eine der wichtigsten Plattformen der deutschen Polarforschung. Ein Nachfolgeschiff soll ihn voraussichtlich 2030 ablösen...
























