Die marokkanische Nationale Hafenbehörde ordnete die sofortige Aussetzung aller Schiffsbewegungen an. Zahlreiche Container trieben nach dem Zwischenfall im Fahrwasser der Hafeneinfahrt - eine gefährliche Situation. Auch am Freitag blieben die Operationen Medienberichten zufolge ausgesetzt. Die Behörde erklärte, der Verkehr werde erst wieder freigegeben, wenn die sichere Passage gewährleistet sei.
Schiff gerät in schwere Dünung
Bei dem Schiff in Charter von Hapag-Lloyd handelt es sich um die Ionikos (52.427 dwt, Flagge: Liberia), 2009 gebaut, 258 Meter lang. Es verfügt über eine Kapazität von 4.360 TEU. Die Ionikos hatte Container in Casablanca gelöscht und war auslaufend mit Ziel Barcelona unterwegs.
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Nach offiziellen Angaben geriet das Schiff bei starkem Seegang ins Rollen. Hohe Dünung führte dazu, dass schätzungsweise 85 Container über Bord gingen – unmittelbar im Bereich der Zufahrt zum Hafen. Das Schiff ankert derzeit einige Seemeilen vor der Küste, wie AIS-Daten zeigen. Die Route des Schiffes verbindet Häfen in der Türkei im östlichen Mittelmeer mit Destinationen im Golf von Guinea, darunter Nigeria und weitere westafrikanische Häfen.
Großeinsatz von Marine und Gendarmerie
Fünf Boote der Königlichen Seegendarmerie sowie Einheiten der Marine wurden entsandt, um die treibenden Container zu sichern. Zusätzlich kam ein Hubschrauber zum Einsatz. Da sich der Vorfall bei Dunkelheit ereignete, gestaltete sich die Suche nach den Containern als schwierig. Schlepper standen bereit, um einzelne Boxen im Wasser zu sichern.
Medienberichten zufolge transportierten die Container unter anderem Autoteile, Möbel und Konsumgüter. Mindestens ein Container brach auf; Teile der Ladung wurden an einen nahegelegenen Strand gespült. Dort sollen unter anderem Kartons mit Frühstücksflocken angelandet sein.
Winterliche Bedingungen belasten Hafenbetrieb
Laut lokalen Medien ist der Hafen von Casablanca in diesem Winter wiederholt durch schwierige Wetterlagen beeinträchtigt worden. Anhaltende Dünung und mehrere Sturmlagen hätten bereits zuvor zu Problemen geführt.



























