27/02/26

Piraten stehlen 71 Fischern Motoren und lassen sie auf See zurück

Unfassbar: Vor der Küste Ghanas sind 71 Fischer nach einem koordinierten Überfall auf mehrere Boote von den Streitkräften des Landes gerettet worden. Die Kriminellen hatten ihnen die Motoren gestohlen - und sie auf offener See ihrem Schicksal überlassen.
Piraten. Symbolfoto: Adobe Stock

Der Angriff ereignete sich in der Nacht zu Mittwoch im Golf von Guinea. Bewaffnete Täter überfielen mindestens vier Fischereifahrzeuge. Sie demontierten die Außenbordmotoren der Boote und entkamen. Die Fischer blieben manövrierunfähig zurück – sie trieben auf offener See.

Rettung durch Marine und Luftwaffe

Am Donnerstagmorgen starteten Ghanas Marine und Luftwaffe eine kombinierte Such- und Rettungsaktion. Nach Angaben der Behörden konnten 71 Fischer geborgen werden. Die Suche wurde zunächst fortgesetzt. Gleichzeitig verstärkten die Sicherheitskräfte ihre Patrouillen in dem Seegebiet. 

Kriminalität auf See ist im Golf von Guinea kein neues Phänomen. Überfälle auf Schiffe – insbesondere auf Handelsschiffe – hatten die Region über Jahre zu einem der globalen Brennpunkte der Piraterie gemacht.

Allerdings sind groß angelegte Angriffe in den vergangenen fünf Jahren deutlich zurückgegangen. Internationale Kooperationen, verstärkte Marinepräsenz und das wachsende wirtschaftliche Bewusstsein der Anrainerstaaten, dass Piraterie die Kosten des Seeverkehrs erhöht, haben zur Stabilisierung beigetragen.

Der aktuelle Überfall fällt dennoch aus dem Rahmen: Ziel waren nicht industrielle Trawler oder Frachter, sondern handwerkliche Küstenfischer – sogenannte "artisanal fishermen" –, und das gleich in mehreren Fällen gleichzeitig.

Spannungen in der Fischerei

Die Lage in Ghanas Fischerei ist seit Jahren angespannt. Konflikte entzünden sich meist an industriellen Fangflotten, insbesondere Fernfischern, sowie an Fischmehlfabriken in chinesischem Besitz, die von großen Trawlern beliefert werden.

Lokale Fischer und Aktivisten werfen ausländischen Betreibern vor, durch intensiven Fangdruck die Bestände zu dezimieren und damit die Existenzgrundlage der Küstenfischer zu gefährden. Diese Fischer sehen sich nun also auch noch der Gewalt von Piraten ausgesetzt...

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