24/06/26

Hubschrauber rettet Wattwanderer bei Büsum aus dem Schlick

Im Watt vor Büsum steckt eine Gruppe von Wanderern in Problemen, 2,5 Kilometer vom Deich entfernt. Die Feuerwehr kommt zu Fuß nicht durch. Der Rückweg ist abgeschnitten. Was als Sonntagsausflug begann, endet an der Winschtrosse eines Rettungshubschraubers. Wieder ein Bespiel, wie gefährlich das Wattenmeer sein kann.
Wattenmeer (Symbolfoto)

Es ist Sonntagmittag, ein paar Kilometer vor dem Deich bei Büsum. Eine vierköpfige Gruppe ist ins Watt gewandert. Ohne Führer, ohne ausreichende Ortskenntnis. Irgendwann sinkt einer von ihnen ein. Der Schlick gibt nicht nach.

Die Feuerwehr kommt und kommt auch nicht richtig ran. Am Ende hängt ein Mensch an der Winschtrosse eines Rettungshubschraubers, 2,5 Kilometer vom Deich entfernt. Die Einsatzkräfte werden mit einem speziellen Wattrettungsfahrzeug sicher zurückgebracht. Alles gut gegangen, dank der schnellen Retter.

Die Freiwillige Feuerwehr Büsum hat den Einsatz auf ihren Social-Media-Kanälen dokumentiert und noch einmal ausdrücklich gewarnt: Wattflächen gehören nicht zu den Orten, die man einfach so betritt. Wer keine eigene Ortskenntnis hat, der gehört nicht allein ins Watt.

Die Gefahren des Watts

Was viele unterschätzen: Das Wattenmeer verändert sich schnell. Die Priele — jene natürlichen Wasserläufe, die sich durch das Watt ziehen — laufen mit der Flut innerhalb von Minuten voll und werden zu strömenden Kanälen, die den Rückweg abschneiden.

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Der Boden ist kein Sand. Er ist Schlick, und Schlick hält fest wie Beton. Und dann ist da noch der Nebel, der an der Küste ohne Vorwarnung aufzieht und den Deich aus dem Sichtfeld verschwinden lässt. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kennt diese Situationen gut. Wattwanderer geraten immer wieder in lebensbedrohliche Lagen, weil sie die Dynamik von Ebbe und Flut schlicht nicht kennen. 

Das Wattenmeer ist eines der großartigsten Naturerlebnisse, die diese Küste zu bieten hat. Doch wer ins Watt will, geht am Besten mit einem erfahrenen Wattführer. So viele Beinahe-Unglücke haben sich in den vergangenen Jahren ereignet... (schaut HIER im Ankerherz Blog).

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