Um 23.55 Uhr alarmierte die Besatzung des Fischkutters „Zenit" über UKW-Kanal 16 die Rettungsleitstelle See der DGzRS. Das rund 15 Meter lange Fischereifahrzeug war im nördlichen Bereich der Nordergründe festgekommen — etwa 14 Seemeilen nordwestlich von Cuxhaven. Aus dem Maschinenraum drang obendrein Rauch.
Mehrere Einheiten der Seenotretter im Einsatz
Die Rettungsleitstelle See alarmierte die Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE (Foto) der Station Deutsche Bucht/Helgoland und BERNHARD GRUBEN der Station Hooksiel. Beide liefen sofort aus. Auch das Zollschiff „Helgoland" und der Fischkutter „Wangerland" nahmen Kurs auf den Havaristen. An Bord: zwei Fischer.

Die „Wangerland" erreichte die „Zenit" gegen 0.45 Uhr und übergab eine Schleppleine. Doch der Wasserstand war zu niedrig, um das festgeklemmte Schiff zu befreien. Gegen 1.10 Uhr traf die HERMANN MARWEDE ein und übernahm die Einsatzleitung vor Ort. Eine erste Erkundung ergab leichte Entwarnung: keine weitere Rauchentwicklung, kein Wassereinbruch.
Raue See erschwert Einsatz
Die BERNHARD GRUBEN ließ ihr Tochterboot JOHANN FIDI zu Wasser. Die Besatzung stellte eine eigene Leinenverbindung her. Gegen 2 Uhr zogen sie die „Zenit" frei. Auf der Schleppreise zwischen den Nordergründen und der Weser gerieten Schlepper und Havarist in raue See. Bis zu zwei Meter hohe Wellen brachten den Kutter ins Rollen.
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Das wegen des Maschinenschadens nicht vollständig eingefahrene Fanggeschirr begann, gegeneinander zu schlagen. Die BERNHARD GRUBEN steuerte auf nördlicheren Kurs, bis ruhigeres Fahrwasser erreicht war.
Probleme beim Anlegen
Das ausgefahrene Fanggeschirr erschwerte auch das Festmachen im Hafen. Die Rettungsleitstelle See nahm deshalb gegen 6.10 Uhr die freiwilligen Seenotretter der Station Horumersiel in den Einsatz. Mit dem Seenotrettungsboot WOLFGANG PAUL LORENZ und dem Tochterboot JOHANN FIDI bugsierten sie die „Zenit" in den Hooksieler Hafen. Um 7.45 Uhr machte der Kutter fest. Einsatz beendet.
Quelle und Einsatzfoto: DGzRS


























