Gegen 13.45 Uhr setzte der Skipper einen Notruf ab. Seine rund neun Meter lange Yacht hatte Motorprobleme, zudem war der Mast beschädigt. Etwa drei Seemeilen – rund sechs Kilometer – westlich von Helgoland war das Boot dem Wintersturm schutzlos ausgeliefert.
Mayday im Wintersturm
Die Wetterbedingungen waren hart: Neun Beaufort mit Windgeschwindigkeiten bis zu 88 km/h, bis zu fünf Meter hohe Wellen sowie Schnee- und Hagelschauer, die die Sicht auf unter 150 Meter reduzierten. Die Einsatzleiter in Bremen alarmierten umgehend den auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE, der sofort auslief.
Währenddessen trieb die Yacht weiter nach Norden ab. Trotz der widrigsten Bedingungen gelang es der Besatzung nach rund einer Stunde, den Havaristen zu finden. Zufällig befand sich zu diesem Zeitpunkt auch ein Marinehubschrauber auf einem Übungsflug im betroffenen Seegebiet. Die Maschine blieb vor Ort auf Stand-by.
Mehrfach schossen die Seenotretter mit dem Leinenschussgerät eine Wurfleine zur Yacht. Der Skipper war jedoch bereits so erschöpft, dass er die daran befestigte Schleppleine nicht mehr einholen konnte. In dieser Situation übernahmen die Marineflieger: Der Norweger wurde per Seilwinde aus seiner Yacht aufgenommen. Das Boot musste aufgegeben werden.
Der Hubschrauber brachte den Geretteten sicher an Land. Eine erste medizinische Untersuchung durch den Rettungsdienst ergab, dass der Mann die dramatische Notlage "den Umständen entsprechend gut" überstanden hatte. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung plant nun, die führerlose Yacht zu bergen.
Mal wieder: Danke an die Seenotretter!
Ein schwerer Wintersturm zieht aktuell über den Norden. Es gibt Warnungen vor Schneeverwehungen. Wer Zuhause bleiben kann, sollte dies tun. Macht es Euch gemütlich! Hinweis: Wir haben spannende Bücher, schöne Sachen vom Meer und wärmende Pullover, u.a. aus Irland. Aktuell läuft der große Winter Sale! Schaut Euch HIER um.



























