05/04/21

Rauchentwicklung: Seenotretter Timmendorf im Einsatz für Motoryacht

Rauchentwicklung: Seenotretter Timmendorf im Einsatz für Motoryacht - Ankerherz Verlag

Starke Rauchentwicklung an Bord! Der Alarm, der am Ostersonntag bei den Seenotrettern der Station Timmendorf auf Poel einging, klang nach einem Feuer im Maschinenraum. Sofort startete eine große Hilfsaktion der Seenotretter.

Vier Erwachsene und ein Kind befanden sich an Bord der zehn Meter langen Motoryacht, die gegen 19:45 Uhr einen Notruf auf der Ostsee absetzte. Position: rund zwei Seemeilen (ca. 3,5 Kilometer) vor Boltenhagen. Sofort alarmierten die Wachleiter der Seenotleitung Bremen die DGzRS-Einheiten der umliegenden Stationen. Darunter die Seenotrettungsboote Wolfgang Wiese der Station Timmendorf auf Poel, den noch ungetauften Seenotrettungskreuzer in Travemünde und den Seenotrettungskreuzer Bremen aus Großenbrode. Auch Crews der Wasserschutzpolizei Wismar, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie des Bundesministeriums für Verkehr wurden informiert.

Ein Feuer an Bord – das ist niemals gut…

Rauchentwicklung an Bord

Etwa dreißig Minuten nach der Erstmeldung traf die Crew des Seenotrettungsboots Wolfgang Wiese (Foto) als Erste am Havaristen ein. Die Rauchentwicklung war zu diesem Zeitpunkt bereits gestoppt. Offenbar war Kühlflüssigkeit aus einer geplatzten Leitung auf den heißen Motor gelaufen. Kein Feuer an Bord – Entwarnung. Doch manövrierfähig war das Motorboot nicht.

Das Seenotrettungsboot Wolfgang Wiese nahm den Havaristen in Schlepp, begleitet vom Küstenstreifenboot „Hoben“ der Polizei. Während der Rückfahrt zum Festland klagte eine Frau an Bord des Havaristen über Kreislaufprobleme. Ein zum Rettungssanitäter ausgebildeter Seenotretter stieg auf den Havaristen über. Er übernahm die medizinische Erstversorgung.

Frau erleidet Schock

Offenbar hat die Frau wegen der Rauchentwicklung einen Schock erlitten. In Tarnewitz wurde sie an den bereits eingetroffenen Landrettungsdienst übergeben und in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die übrigen vier Personen blieben unverletzt. Zur Einsatzzeit wehte der Wind mit rund vier Beaufort Windstärke (bis zu ca. 30 km/h) aus Südwest. Die Lufttemperatur betrug sieben Grad Celsius.

Unser Dank an die Seenotretter, die an jedem Tag im Jahr für Menschen in Not bereit sind – auch an Ostersonntag. Den Einsatz für Osterbaby Bosse wird niemand so schnell vergessen…

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