Reuters beruft sich auf zwei Einwohner der halbautonomen somalischen Region Puntland. Eine offizielle Bestätigung der Nationalitäten liegt bislang nicht vor. Bei dem Schiff handelt es sich um die unter tansanischer Flagge fahrende „MT Asana“. Der Tanker war von Karatschi in Pakistan nach Bosaso im Nordosten Somalias unterwegs.
Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO hatte bereits vergangene Woche gemeldet, dass bewaffnete Männer ein Handelsschiff im Golf von Aden geentert hätten. Die Angreifer übernahmen die Kontrolle und brachten das Schiff anschließend in somalische Gewässer. Maritime Sicherheitsexperten identifizierten den Tanker später als „MT Asana“.
Angeblich acht deutsche Seeleute an Bord
Einer der von Reuters befragten Einwohner bezeichnete sich selbst als ehemaligen Piraten. Nach seinen Angaben stammen acht Besatzungsmitglieder aus Deutschland und zehn von den Philippinen. Zur Nationalität der beiden weiteren Seeleute machte er keine Angaben.
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Ein Bewohner der Küstenstadt Caluula berichtete, er habe beobachtet, wie Lebensmittel zu dem gekaperten Schiff gebracht wurden. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die Entführer auf eine längere Geiselnahme und mögliche Lösegeldverhandlungen vorbereiten. Offiziell bestätigt ist auch dies bislang nicht; über den Gesundheitszustand der Besatzung gibt es keine gesicherten Informationen.
Piratenaktivitäten vor Somalia nehmen wieder zu
Die Gewässer vor Somalia galten lange als eines der gefährlichsten Seegebiete der Welt. Somalische Piraten kaperten dort zahlreiche Handelsschiffe, verschleppten Besatzungen und erpressten hohe Lösegelder. Internationale Marineeinsätze und bewaffnete Sicherheitsteams drängten die Piraterie zeitweise deutlich zurück.
Seit Ende 2023 registrieren Sicherheitsbehörden jedoch wieder mehr Angriffe am Horn von Afrika. Sollte sich die Entführung der „MT Asana“ mit acht deutschen Seeleuten bestätigen, wäre sie einer der schwerwiegendsten Piratenfälle mit deutscher Beteiligung seit Jahren.



























