Lotsen haben einen gefährlichen Job, dem wir in unserem „Kleinen Buch vom Meer – Helden“ ein Denkmal gesetzt haben. Sie steigen bei Wind und Seegang auf große Schiffe über, um diese sicher durch anspruchsvolle und stark befahrene Seegebiete zu führen. Wie gefährlich ihre Arbeit sein kann, zeigte sich am Sonntag südlich der Insel Helgoland...
Auf der Brücke des 300 Meter langen Containerschiffes „MSC Maxine“ brach ein Lotse plötzlich zusammen. Sein Kollege meldete den medizinischen Notfall der Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre Bremen, kurz MRCC Bremen. Dann kam es auf jede Minute an.
Wiederbelebung vor Helgoland
Ein Sanitäter am medizinischen Arbeitsplatz der Rettungsleitstelle leitete den Lotsen über Funk bei den Wiederbelebungsmaßnahmen an. Während dieser auf der Brücke um das Leben seines Kollegen kämpfte, startete eine groß angelegte Rettungsaktion.
Kleines Buch vom Meer: Helden von Ankerherz. HIER bestellen!
Das MRCC Bremen alarmierte den Rettungshubschrauber „Northern Rescue 01“ von NHC Northern Helicopter. Gleichzeitig schickte die Verkehrszentrale der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ los. Es lag zu diesem Zeitpunkt im Hafen von Helgoland und hatte Sanitäter an Bord.
Teamwork rettet Lotsen
Ein Lotsentender brachte die medizinischen Helfer von der „Neuwerk“ zur „MSC Maxine“. Dort übernahmen sie die Reanimation und versorgten den Patienten bis zum Eintreffen des Hubschraubers. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Lotse das Bewusstsein bereits wiedererlangt.
Die Besatzung des Rettungshubschraubers nahm den Mann per Winde auf und flog ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die „MSC Maxine“ hat ihre Fahrt nach Hamburg inwischen fortgesetzt.



























