Auf seiner Plattform "Truth Social" schrieb Trump, das Schiff solle Menschen helfen, die auf der Insel "keine medizinische Versorgung" bekämen. Dazu stellt er ein mit KI-generiertes Bild. „Es ist auf dem Weg!!!“, erklärte er. Ob die Entsendung mit der Regierung in Kopenhagen oder der grönländischen Führung abgestimmt wurde, blieb zunächst unklar.
Einsatz ohne erkennbare Katastrophe
Normalerweise kommen die schwimmenden Krankenhäuser des US-Militärs nach schweren Naturkatastrophen zum Einsatz, etwa nach verheerenden Erdbeben oder Hurrikans. Auch während der Corona-Pandemie lagen sie zeitweise in US-Häfen, um Krankenhäuser zu entlasten. Für die medizinische Routineversorgung einer zum Nato-Partner Dänemark gehörenden Insel wurden sie bislang nicht eingesetzt.

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Die US-Marine verfügt über zwei dieser Lazarettschiffe. Jedes bietet rund 1000 Krankenhausbetten, darunter etwa 80 Intensivbetten. Dass ein solcher Koloss in Richtung Grönland geschickt werden soll, wirft Fragen auf: Auf der riesigen Insel leben nur knapp 57.000 Menschen – und zuletzt gab es keine Berichte über einen außergewöhnlichen medizinischen Bedarf, der eine solche Maßnahme rechtfertigen würde. Die medizinische Grundversorgung auf Grönland gilt als gut. Sie ist für die Bevölkerung kostenlos.
Politische Brisanz im Verhältnis zu Dänemark
Die Ankündigung fällt in eine ohnehin angespannte Phase der Beziehungen zwischen den USA und Dänemark. Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, Grönland kaufen zu wollen oder notfalls sogar militärisch zu annektieren – Aussagen, die in Europa auf heftige Kritik stießen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Ende Januar erklärte er zwar, auf Gewalt verzichten zu wollen, sprach aber weiterhin von einem möglichen „Deal“. Kopenhagen und Nuuk lehnen einen Verkauf der strategisch wichtigen Insel strikt ab.
Europäische Staaten wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich stellten sich zuletzt demonstrativ hinter Dänemark. Gespräche mit der US-Regierung laufen dennoch weiter – offenbar mit dem Ziel, die Spannungen zu entschärfen.
Ironie der Ereignisse: Dänemark half den USA
Seltsamer Zufall? Erst wenige Tage zuvor hatten dänische Streitkräfte einem US-U-Boot vor Grönland geholfen. Ein Besatzungsmitglied war in einen medizinischen Notfall geraten. Ein Hubschrauber des dänischen Verteidigungsministeriums evakuierte die Person etwa sieben Seemeilen vor Nuuk und brachte sie in die Klinik der Hauptstadt. Details zur Erkrankung wurden nicht bekannt.
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Berichten zufolge musste das amerikanische U-Boot dafür ungewöhnlich nahe an die Oberfläche kommen. Ein seltener Schritt, da solche Einsätze normalerweise streng geheim ablaufen und Positionsangaben vermieden werden. Wie hängen diese Ereignisse zusammen?
Unklarer Zeitplan und offene Fragen
Ob das angekündigte Lazarettschiff tatsächlich bereits unterwegs ist, lässt sich bislang nicht verifizieren. Trump schrieb zwar von einer laufenden Verlegung, doch üblicherweise dauert es einige Zeit, ein Lazarettschiff vollständig auszurüsten und mit medizinischem Personal zu besetzen. Im Normalbetrieb liegen die Schiffe mit minimaler Besatzung im Hafen oder auf Reede. Es dauert also, sie auf die Reise zu schicken...



























