Der republikanische Politiker Billy Long, den Donald Trump als Botschafter für Island nominiert hat, sagte nach einem Bericht des Magazin Politico, Island könne der 52. Bundesstaat der Vereinigte Staaten von Amerika werden – und er selbst würde dann Gouverneur. Die Bemerkung war "scherzhaft" gemeint, heißt es.
Trump-Botschafter auf Island abgelehnt
In Island kann darüber niemand lachen. Vor allem nicht vor dem Hintergrund der Annexionspläne Trumps im Bezug auf eine andere arktische Insel: Grönland.
Billy Long ist ein MAGA-Anhänger und Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus für den 7. Kongressdistrikt von Missouri. Der ehemalige Auktionator war durch ein kurzes Gastspiel als Chef der US-Steuerbehörde aufgefallen, das wegen seiner geballten Inkompetenz nach wenigen Wochen beendet wurde.
Godafoss - der wahre Island-Thriller von Ankerherz. HIER bestellen!
Auf der Plattform island.is fordern Bürgerinnen und Bürger die Außenministerin Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir nun auf, die Ernennung von Billy Long zum neuen US-Botschafter in Island abzulehnen. Darin heißt es, die Worte seien zwar im Scherz gefallen, aber dennoch „beleidigend für Island und das isländische Volk“. Island habe hart für seine Freiheit gekämpft und sei stets ein freundlicher Partner der USA gewesen. Von einem künftigen Botschafter erwarte man Respekt gegenüber der Geschichte und Souveränität des Landes.
Großes Interesse an Aktion
Knapp 5000 Isländerinnen und Isländer haben nach kurzer Zeit unterschrieben; auf der dünn besiedelten Insel leben knapp 395.000 Menschen. Auf Deutschland übertragen bedeutet dies, dass bei uns mehr als eine Million Unterschriften bereits zusammen wären...



























