Nach einem Motorschaden war das etwa 13 Meter lange Boot vor Cuxhaven mit zwei Erwachsenen und drei Kindern an Bord über eine Steinbuhne getrieben. Dabei wurde der Rumpf beschädigt - große Mengen Wasser drangen ein! Schließlich kam das Motorboot an einem aus Steinen bestehenden Leitdamm fest.
Die Rettungsleitstelle See alarmierte um 18.15 Uhr die Seenotretter der Station Cuxhaven sowie einen Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine. Der Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Einsatz. Die Besatzung unterstützte einen rund 27 Meter langen Zweimaster mit Maschinenproblemen.
Dramatische Rettung vor Cuxhaven
Als der neue Notruf einging, lösten die Seenotretter die Leinenverbindung zu dem Segelschiff, dessen Besatzung den Anker ausbrachte. Die ANNELIESE KRAMER nahm sofort Kurs auf das leckgeschlagene Motorboot. Dessen Lage war weitaus berdrohlicher.
Am Unglücksort setzten die Seenotretter das Tochterboot MATHIAS ein. Vorsichtig näherten sie sich dem auf dem Leitdamm festliegenden Havaristen und gingen längsseits. Mit einer Lenzpumpe versuchte die Besatzung zunächst, das eindringende Wasser aus dem Motorboot zu pumpen. Schnell zeigte sich: Der Wassereinbruch war zu stark.
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Auch wies das Boot starke Schieflage aus und die Wellen schlugen über das Schanzkleid. Eine Rettung des Bootes war nicht mehr möglich. Der Havarist musste aufgegeben werden.
Die Seenotretter nahmen die beiden Erwachsenen und die drei Kinder an Bord der MATHIAS. Alle fünf waren nach Angaben der DGzRS sichtlich geschockt, blieben aber unverletzt. Mit dem Tochterboot brachte die Besatzung die Geretteten sicher an Land., wo sie dem Landrettungsdienst übergeben wurden. Im Schlepp nahmen die Seenotretter ein kleines Schlauchboot mit, in dem sich die wichtigsten Habseligkeiten der Familie befanden. Die Wasserschutzpolizei ermittelt, wie es zum Unglück kommen konnte.
Einsatz für die Seenotretter geht weiter
Für die Cuxhavener Seenotretter war der Einsatz damit allerdings noch nicht beendet. In den späten Abendstunden kehrten sie zum vor Anker liegenden Zweimaster zurück, dessen Unterstützung sie für die Menschenrettung unterbrochen hatten. Sie schleppten auch das Segelschiff sicher nach Cuxhaven.



























