Der Unfall ereignete sich am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr am Anleger Finkenwerder, einem wichtigen Knotenpunkt im Hamburger Fährverkehr. Beteiligt waren die Hadag-Fähren "Tollerort" und "Övelgönne". Nach Angaben der Hochbahn lag die „Övelgönne“ bereits backbord am Anleger, während die „Tollerort“ in einem Bogen anlegen wollte, um ebenfalls festzumachen.
Schiffsführer leicht verletzt
Zunächst wurde von keinen Verletzten ausgegangen. Im Laufe des Vormittags bestätigte die Hochbahn jedoch, dass der Schiffsführer der „Tollerort“ leicht verletzt wurde und mit Verdacht auf einen Schock seinen Dienst beendete. Der Kapitän der „Övelgönne“ blieb unverletzt. Für die Passagiere ging der Vorfall glimpflich aus – sie kamen mit dem Schrecken davon.
Beide Fähren wurden bei dem Zusammenstoß beschädigt. Neben Blech- und Lackschäden wurden auch mehrere Scheiben in Mitleidenschaft gezogen. An der „Övelgönne“ hat die Bugrampe etwas abbekommen. Ein Wassereinbruch oder das Austreten von Betriebsstoffen konnte ausgeschlossen werden.
Hafenpoller für Zuhause - was für eine starke Idee! HIER mehr erfahren.
Zur Unfallursache gibt es bislang widersprüchliche Angaben. Während ein technischer Defekt zeitweise nicht ausgeschlossen wurde, hieß es später, ein Maschinenschaden sei nach aktuellem Stand unwahrscheinlich. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.
Wasserschutzpolizei ermittelt
Bis zum Abschluss der Unfallaufnahme bleiben beide Schiffe am Anleger. Anschließend sollen sie zur Reparatur in eine Werft verholt werden. Die Havarie hat Auswirkungen auf den Verkehr der stark frequentierten Linie 62.
Beide beteiligten Fähren waren bereits in den Schlagzeilen. Im Januar 2025 kam es mit der „Övelgönne“ zu einem schweren Unfall, bei dem ein Passagier lebensgefährlich verletzt wurde. Im Februar 2022 sorgte die „Tollerort“ während eines Sturms für Schlagzeilen, als eine Welle eine Scheibe zerstörte und Wasser ins Schiff eindrang.



























