Eine Landung auf der Helgoländer Düne ist nichts für Anfänger. Der Flugplatz der einzigen deutschen Hochseeinsel gilt unter Piloten als anspruchsvoll: Die längste Piste misst nur 480 Meter, die kürzeste sogar nur 258 Meter. Der Wind sorgt immer wieder für Probleme - und gelegentlich liegt eine Kegelrobbe auf der Landebahn.
Passagiere unverletzt
Am Sonnabend ist dort ein Kleinflugzeug vom Typ Piper beim Landeversuch über die Bahn hinausgeschossen. Die Maschine blieb im angrenzenden Sandbett stecken. Der Pilot und die beiden Insassen blieben unverletzt. Am Flugzeug entstand jedoch schwerer Schaden.
Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Unfall das Fahrwerk abgerissen und eine Tragfläche verbogen. Der Zwischenfall ereignete sich bei schlechtem Wetter. Über Helgoland regnete es, dazu wehte Wind. Die Piper war im niedersächsischen Nordhorn in der Grafschaft Bentheim gestartet und wollte gegen 11.30 Uhr auf der Düne landen.
Im Schnitt komme es bis zu fünf Mal im Jahr zu solchen Unfällen. In der Geschichte des Flugplatzes gab es auch schwere Unglücke. Am 27. Mai 1972 stürzte eine Twin Otter der General Air kurz nach dem Start von Helgoland-Düne ab. Acht der 13 Menschen an Bord starben. Am 28. September 1992 kamen bei einem missratenen Start zwei Menschen ums Leben.
Piloten brauchen Erfahrung
Dass Helgoland besondere Anforderungen stellt, zeigt sich auch an den Regeln für Piloten. Wer den Flugplatz anfliegen will, braucht mindestens 100 Stunden Erfahrung als verantwortlicher Luftfahrzeugführer und Erfahrung auf kurzen Landebahnen. Die Hauptinsel soll nach Möglichkeit nicht überflogen werden.
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