Trischen liegt in der Meldorfer Bucht vor der Küste Dithmarschens. Die kleine, unbewohnte Vogelinsel gehört zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und darf grundsätzlich nicht betreten werden. Im Sommerhalbjahr lebt dort nur ein Vogelwart des Naturschutzbundes NABU. Er beobachtet und zählt Brut- und Rastvögel und dokumentiert die Entwicklung der geschützten Insel.
Feuer auf Vogelinsel Trischen
Am späten Mittwochabend (8. Juli) geriet die Hütte des 33-jährigen Vogelwarts in Brand. Gegen 22.20 Uhr wurde die deutsche Rettungsleitstelle See in Bremen alarmiert. Der Seenotrettungskreuzer "Theodor Storm" der DGzRS-Station Büsum nahm Kurs auf die etwa sieben Seemeilen entfernte Insel.

Schon auf See war der Feuerschein deutlich zu sehen. Der Vogelwart hatte sich an die Nordspitze Trischens geflüchtet und wartete dort leicht bekleidet im Wasser. Über sein Mobiltelefon hielt er Kontakt zu den Einsatzkräften.
Da die Gewässer um Trischen sehr flach sind, setzte die "Theodor Storm" ihr Arbeitsboot "Nis Puk" aus. Die Seenotretter nahmen den Mann an Bord und versorgten ihn medizinisch. Es bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Gegen Mitternacht wurde er in Büsum an den Rettungsdienst übergeben und in ein Krankenhaus gebracht.
Einsatzkäfte verhindern Ausbreiten der Flammen
Ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger brachte Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichskoog und der Feuerwehrbereitschaft Dithmarschen Süd nach Trischen. Die Hütte wurde vollständig zerstört. Außerdem verbrannten etwa 350 Quadratmeter Grasland. Die Einsatzkräfte verhinderten, dass sich das Feuer weiter auf der Insel ausbreitete.
Trischen ist eine sogenannte Wanderinsel. Wind, Strömung und Sturmfluten verändern ihre Form und Lage ständig. Einen Hafen, Straßen oder dauerhafte Schutzbauten gibt es nicht. Gerade diese Abgeschiedenheit macht die Insel zu einem wichtigen Rückzugsort für zahlreiche Vogelarten.


























