11/03/26

Frachter brennt in der Straße von Hormus

Die Lage in der strategisch wichtigsten Meerenge der Welt spitzt sich weiter zu: In der Straße von Hormus steht nach Angaben des britischen Militärs ein Frachtschiff in Flammen, nachdem es offenbar von einem Projektil getroffen wurde. 
Kriegsschiffe der US Navy. Foto: US Navy

Zuvor hatte das britische United Kingdom Maritime Trade Operations Centre (UKMTO) eine Warnmeldung veröffentlicht. Demnach meldete der Kapitän eines Containerschiffs einen Zwischenfall etwa 25 Seemeilen nordwestlich von Ra’s al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Schiff sei durch ein „vermutlich unbekanntes Projektil“ beschädigt worden. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit untersucht.

Nach bisherigen Informationen blieb die Besatzung unverletzt. Ob es sich bei dem beschädigten Containerschiff um den Frachter handelt, der nun in Flammen steht, ist bislang nicht bestätigt.

Der Zwischenfall ereignet sich in einer Phase drastisch zunehmender militärischer Spannungen rund um die Meerenge.

US-Militär zerstört iranische Minenleger

Zeitgleich meldete das US-Zentralkommando (CENTCOM) einen größeren militärischen Schlag gegen iranische Seestreitkräfte. Amerikanische Einheiten hätten am 10. März insgesamt 16 iranische Minenlegeboote zerstört, die sich in der Nähe der Straße von Hormus befanden. Das Kommando veröffentlichte dazu Videomaterial der Angriffe.

Nach Darstellung der US-Regierung bestand die Sorge, dass Iran versuchen könnte, Seeminen in der Meerenge auszubringen. Solche Minen könnten den Schiffsverkehr blockieren und damit den weltweiten Energiehandel massiv beeinträchtigen.

US-Präsident Donald Trump hatte Teheran zuvor öffentlich gewarnt: Sollte Iran Minen in der Straße von Hormus legen und diese nicht umgehend entfernen, drohten „militärische Konsequenzen in einem bislang nicht gesehenen Ausmaß“.

Engpass der Weltwirtschaft

Die Straße von Hormus ist der einzige Seeweg zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. An ihrer engsten Stelle ist die Meerenge nur rund 21 Meilen (etwa 39 Kilometer) breit. Durch sie passieren täglich enorme Mengen Energie – etwa ein Fünftel der weltweit gehandelten Ölmenge wird hier verschifft.

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Schon die Möglichkeit, dass Minen gelegt oder Tanker angegriffen werden könnten, sorgt deshalb weltweit für große Nervosität an den Energiemärkten.

Weitere Angriffe in der Region

Parallel zu den Vorfällen auf See meldeten iranische Medien neue Raketenangriffe auf amerikanische Militärstützpunkte in der Region. Demnach sollen Raketen in Richtung der Al-Dhafra-Luftwaffenbasis bei Abu Dhabi sowie eines US-Stützpunkts in Juffair in Bahrain abgefeuert worden sein.

In mehreren Städten der Region – darunter Dubai und Tel Aviv – wurden in der Nacht Sirenen gemeldet.

G7 berät über wirtschaftliche Folgen

Angesichts der eskalierenden Lage kündigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an, dass die Staats- und Regierungschefs der G7 kurzfristig zu einer Videokonferenz zusammenkommen wollen. Thema sollen vor allem die möglichen Auswirkungen auf Energiepreise und Weltwirtschaft sein.



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