Die Segler befanden sich etwa vier Seemeilen östlich vor Kellenhusen, als die 70-jährige Frau von einem Insekt gestochen wurde. Rasch entwickelte sich, was Allergiker fürchten: ein anaphylaktischer Schock. Um 14.50 Uhr funkte ihr Ehemann die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See an, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) in Bremen. Die Beschwerden seiner Frau wurden schlimmer.
Seglerin in Lebensgefahr
Glück im Unglück: Der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND der DGzRS-Station Grömitz befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Yacht. Schon zehn Minuten nach dem Notruf lagen die Seenotretter bereits längsseits! Drei von ihnen stiegen auf die Segelyacht über und begannen sofort mit der medizinischen Erstversorgung. Doch der Zustand der Patientin blieb ernst. Lebensgefahr!
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Die Seglerin musste so rasch wie möglich an Land. Die Besatzung der FELIX SAND nahm die Frau an Bord ihres Seenotrettungskreuzers auf und versorgte sie weiter im Bordhospital des Schiffes, während das Fahrzeug mit Höchstgeschwindigkeit Kurs auf Grömitz nahm. Um 15.40 Uhr, knapp 50 Minuten nach dem ersten Notruf, erreichten sie den Hafen. Dort konnte die Patientin stabilisiert und an den Rettungsdienst übergeben werden.
Sicher im Hafen von Grömitz
Für ihren Mann hatte die Geschichte ebenfalls ein gutes Ende. Das Seenotrettungsboot HELENE der Freiwilligen-Station Fehmarn traf an der nun verwaisten Segelyacht ein, nahm Boot und Skipper in Schlepp und brachte beide sicher nach Grömitz. Der Wind wehte dabei aus Südwest mit drei bis vier Beaufort.
Der Einsatz ist ein Lehrstück über das, was die DGzRS ausmacht: schnelle Hilfe dank eines dichtes Stationsnetzwerks entlang der deutschen Küste. Seenotretter sind nicht nur zur Stelle, wenn der Sturm tobt. Sondern auch, wenn ein kleines Insekt zusticht...



























