Samstag, 27. Juni 2026, kurz nach 22.30 Uhr. Eine Frau meldet sich vom Land aus beim Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See. Sie hat beobachtet, wie sich ein Segelboot vor Langholz in der Gemeinde Waabs losgerissen hat und führungslos auf der Ostsee treibt.
Das MRCC alarmiert umgehend das Seenotrettungsboot ECKERNFÖRDE der gleichnamigen DGzRS-Station. Die freiwillige Besatzung trifft rund eine halbe Stunde später vor Ort ein. Und stellt fest: An Bord des Segelboots sind Menschen!
Einsatz im schweren Gewitter
Ein Ehepaar hatte während eines schweren Gewitters sein Boot an einer Tonne festgemacht und unter Deck Schutz gesucht. Sie sind nun in großer Gefahr. Die Verbindung zur Tonne hatte nicht gehalten. Wegen der anhaltenden Gewitterlage entscheiden die Seenotretter, das Segelboot mit den beiden Seglern an Bord nach Eckernförde zu schleppen.
Helden der See von Ankerherz - HIER bestellen!
Rund 20 Minuten nach Beginn der Schleppfahrt zieht erneut ein schweres Gewitter über die Eckernförder Bucht. Es bringt Sturmböen bis Windstärke 10 – mehr als 100 km/h. Eine dieser Böen erfasst das Segelboot im Schlepp und lässt es kentern. Beide Segler stürzen in die Ostsee.
Seenotretter ziehen Segler aus Ostsee
Die Besatzung der ECKERNFÖRDE reagiert sofort und rettet das Paar aus dem Wasser, bevor sie in der Dunkelheit abtreiben können. Zur Unterstützung zieht die DGzRS den in Laboe stationierten Seenotrettungskreuzer BERLIN hinzu. Ein Seenotarzt ist an Bord. Die ECKERNFÖRDE bringt das Ehepaar in den Hafen Eckernförde. Ins Krankenhaus müssen sie nicht.
Schutz in der Hitze - das Basecap mit Ankerherz. HIER bestellen!
Die STEPPKE, das Tochterboot der BERLIN, übernimmt den Schleppanhang und läuft mit dem havarierten Segelboot ebenfalls Eckernförde an – erneut begleitet von heftigem Starkregen und Gewitter. Nach 3 Uhr in der Nacht zu Sonntag melden sich beide Crews wieder einsatzbereit auf ihren Stationen.
Arbeitsreiches Hitzewochenende für Seenotretter
Das Wochenende war für die DGzRS insgesamt außergewöhnlich arbeitsreich. Allein zwischen Freitagabend und Sonntagmittag fuhren die rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf Nord- und Ostsee mehr als 30 Einsätze. Insgesamt halfen sie rund 75 Menschen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag in der westlichen Ostsee.
Wie gut, dass es die Seenotretter gibt...



























