29/06/26

Hamburg: Schwimmer trotz Warnungen bei Blankenese ertrunken

Die Hamburger Behörden warnen seit Jahren davor, in der Elbe zu schwimmen. Am vergangenen Wochenende gerieten trotzdem mehrere Männer in Not. Für einen von ihnen kam jede Hilfe zu spät.
Hamburg: Schwimmer trotz Warnungen bei Blankenese ertrunken

Die Strömungsgeschwindigkeit der Elbe beträgt beim Einsetzen der Flut bis zu 7 Kilometer pro Stunde. Geübte Schwimmer schaffen dagegen nur rund 3 Kilometer pro Stunde. Die Hamburger Umweltbehörde warnt seit Jahren ausdrücklich davor, in dem Fluss zu schwimmen. Die unberechenbaren Unterströmungen, die durch den Schiffsverkehr zusätzlich verstärkt werden, bedeuten akute Lebensgefahr. Selbst für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer.

Schwimmer trotz Warnungen in der Elbe

Es gibt eine Serie tragischer Ereignisse: 2024 war ein zehnjähriges Mädchen am Falkensteiner Ufer in Blankenese in der Elbe untergegangen und nicht wieder aufgetaucht. 2023 ertrank an gleicher Stelle ein 15-Jähriger, wenige Wochen zuvor ein 16-Jähriger.

Doch diese Unglücke sorgen leider nicht für mehr Vorsicht - und Warnungen werden immer wieder ignoriert. Wie auch am Samstagabend, während der Hitzewelle.

Um 22.30 Uhr ging ein Notruf bei der Hamburger Feuerwehr ein. Passanten meldeten drei Menschen in der Elbe. Zwei konnten wenig später von Einsatzkräften in einem Boot gerettet werden. Den Dritten sahen Zeugen noch kurz – dann ging er unter. Einen der Geretteten mussten die Einsatzkräfte reanimieren.

Laut einem Bericht des NDR handelt es sich beim Vermissten um einen 22-Jährigen, der mit seinen Brüdern baden ging. Andere Medien berichten von zwei Brüdern und einem Freund. Das Kriseninterventionsteam betreute die Begleiter noch vor Ort. Gegen 0.40 Uhr wurde der Einsatz, an dem auch die DLRG beteiligt war, ohne Erfolg beendet. Am Sonntag erklärte ein Sprecher der Feuerwehr Hamburg, man gehe davon aus, dass der Mann ertrunken ist.

Wenig später der nächste Leichtsinn

Unfassbar: Keine 24 Stunden später, wenige Kilometer elbaufwärts bei Övelgönne, schwamm erneut ein Mann in die Fahrrinne (!) der Elbe. Also dort, wo auch Großcontainerfrachter unterwegs sind. Ein Schiff der Wasserschutzpolizei und ein Rettungshubschrauber drängten den Mann zurück ans Ufer. Ebenfalls im Einsatz: Boote von Feuerwehr und DLRG.

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