Wenn es rund um Mallorca auf dem Mittelmeer stürmt, kann es heftig werden...
Die spanische Wetterbehörde AEMET hat für Teile der Balearen die höchste Warnstufe ausgerufen. An den Küsten werden Wellen mit bis zu zwölf Metern erwartet. Eine Höhe, die man eher aus Nordatlantik-Wintern kennt.
Seit der Nacht drückt eine kraftvolle Nordströmung schwere Niederschläge und Sturmböen auf die Inseln. Betroffen sind Mallorca und Menorca, besonders aber die Nordostküste Mallorcas. AEMET rechnet mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h, in Böen sogar noch mehr. Die Experten sprechen von einer „sehr gefährlichen Lage“ für Strände, Promenaden, Steilküsten und Häfen.
12 Meter hohe Wellen erwartet
Zwischen Menorca und Mallorca liegt ein offener Korridor, ein langer „Fetch“, auf dem der Wind ungehindert "Anlauf" nehmen kann . Wer diese Küsten kennt, weiß, wie dramatisch sich das Meer hier auftürmen kann. Schon am frühen Morgen registrierten Messstationen ungewöhnlich starke Wasserbewegungen. Der Höhepunkt des Sturms wird erst am Nachmittag erwartet.
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Die Behörden appellieren eindringlich: Küsten fernbleiben. Keine Selfies an Steilkanten! Keine Spaziergänge an Promenaden.
Zu groß ist die Gefahr durch überlaufendes Wasser, herabfallende Felsbrocken oder treibende Gegenstände. Besonders betroffen sind Regionen wie Alcudia, Cala Rajada, Artà und die Umgebung der Cala Mesquida.
Stromausfälle in einigen Gemeinden
Schon in der Nacht zum Mittwoch begann das Unwetter. Ein kräftiger Hagelschauer überzog Teile Mallorcas kurzfristig mit einer weißen Schicht. In mehreren Gemeinden kam es zu Stromausfällen, weil Leitungen und Transformatoren der Belastung nicht standhielten.
Es gibt auch eine gute Nachricht: Laut AEMET wird der Sturm rasch abziehen. Ab Freitag soll das Wetter wieder freundlicher werden – mit viel Sonne, vereinzelten Schauern und Temperaturen zwischen 14 und 19 Grad.



























