Ein gebrochener Mast, ein gekenterter Katamaran und anderthalb Meter hohe Wellen. Zwischen Langeoog und Spiekeroog ist am Montagnachmittag ein Segler in Seenot geraten. Gegen 16.10 Uhr alarmierte der Wassersportler selbst die Seenotretter. Die Rettungsleitstelle See koordinierte daraufhin einen größeren Einsatz.
Hubschrauber startet auf Helgoland
Sofort liefen die Seenotrettungsboote „Courage“ und „Secretarius“ der Freiwilligenstationen Neuharlingersiel und Langeoog liefen aus. Gleichzeitig wurde ein Such- und Rettungshubschrauber vom Typ „Sea Lion“ alarmiert, der auf dem SAR-Stützpunkt Helgoland stationiert ist.
Da die genaue Position des Schiffbrüchigen zunächst nicht bekannt war, beteiligte sich auch der Neuharlingersieler Kutter „Gorch Fock“ an der Suche. Der Fischer befand sich zu diesem Zeitpunkt mit Gästen auf See.
Gegen 16.30 Uhr entdeckte die Besatzung des Marinehubschraubers den Segler nördlich der beiden ostfriesischen Inseln. Die Marineflieger ließen die Seilwinde hinab und nahmen den Mann an Bord. Zum Glück trug der Segler einen Kälteschutzanzug – eine Vorsichtsmaßnahme, die bei einem längeren Aufenthalt im Wasser lebensrettend sein kann. Er hatte die Kenterung unverletzt überstanden. Der Hubschrauber brachte ihn zurück nach Langeoog, wo er zu seinem Törn gestartet war.
Feuerwehr kommt auf Jetskis
Weniger als zehn Minuten später erreichte die „Courage“ den gekenterten Katamaran, dessen Mast gebrochen war. Unterstützung erhielten die Seenotretter von vier Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Spiekeroog. Sie fuhren mit zwei Jetskis zum Unglücksort und halfen in der unruhigen See dabei, den gekenterten Katamaran wieder aufzurichten.
Anschließend nahm die Besatzung der „Courage“ das havarierte Segelboot bei vier bis fünf Windstärken in Schlepp. Die Seenotretter brachten den Katamaran sicher nach Neuharlingersiel. Ein wichtiger Einsatz - wieder einmal...



























