09/05/26

Polizisten sterben bei Jagd auf Drogenschmuggler auf Atlantik

Vor der Atlantikküste Andalusiens sind bei einem Einsatz gegen Drogenschmuggler zwei Beamte der spanischen Guardia Civil ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich etwa 70 Seemeilen vor Huelva auf der Atlantikseite der Straße von Gibraltar – einer Region, die seit Jahren als wichtiger Umschlagplatz für Kokainlieferungen nach Europa gilt.
Jagd auf Drogenschmuggler. Foto: Guardia Civil

Nach Angaben der Polizeigewerkschaft AUGC verfolgten Einsatzkräfte am Freitagmorgen ein Schnellboot mutmaßlicher Drogenschmuggler. Während des Einsatzes kollidierten ein 60 Meter langes schnelles Polizeischiff und ein kleineres Festrumpfschlauchboot der Einsatzkräfte, ein sogenanntes RIB.

Der 55 Jahre alte Beamte Germán Pérez starb noch an der Unfallstelle. Ein weiterer Polizist erlag wenig später seinen schweren Verletzungen. Zwei weitere Beamte wurden schwer verletzt.

Die Polizeigewerkschaft AUGC erklärte anschließend, die Risiken solcher Einsätze seien seit Langem bekannt. In einer Stellungnahme sprach die Gewerkschaft von einer „dokumentierten Gefahrensituation“, vor der man die Behörden mehrfach gewarnt habe.. 

Kokainroute über den Atlantik

Die Küstenregion rund um Huelva hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Einfallstor für Kokain nach Europa entwickelt. Die Schmuggler nutzen schnelle Motorboote, um Drogenladungen von größeren Schiffen auf See zu übernehmen. Diese Transporte erfolgen häufig nachts weit draußen auf dem Atlantik.

Die Kokainlieferungen stammen meist aus Südamerika und gelangen über die sogenannte Kanarenroute in die Nähe der spanischen Küste. Dort erfolgt oft ein sogenannter Ship-to-Ship-Transfer: Die Drogen werden auf kleinere Schnellboote umgeladen, die anschließend Richtung Andalusien rasen.

Die Polizeigewerkschaft AUGC sieht die Sicherheitskräfte zunehmend überfordert. Nach Angaben der Gewerkschaft fehlen allein im Bereich Huelva fast 300 Beamte – rund 20 Prozent des vorgesehenen Personals.

„Polizei ist hilflos“

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte zuletzt ein Podcast-Interview mit einem mutmaßlichen Schmuggler, das der spanische Influencer Mowlihawk veröffentlichte. Darin behauptete der Mann, die Guardia Civil könne den Schmuggel kaum kontrollieren. Gleichzeitig erklärte er, selbst im Fall einer Festnahme drohten vergleichsweise geringe Haftstrafen.

Wie groß die Mengen des geschmuggelten Kokains inzwischen sind, zeigt ein weiterer aktueller Fall: Spanische Behörden stellten erst in dieser Woche vor den Kanarischen Inseln rund 30 Tonnen Kokain auf einem kleinen Frachter sicher. Die Behörden gehen davon aus, dass auch diese Ladung später auf Schnellboote umgeladen und Richtung spanisches Festland transportiert werden sollte.

DU MAGST DEN ANKERHERZ BLOG VOM MEER MIT 2500 KOSTENLOSEN GESCHICHTEN? DANN SPENDIER UNS DOCH EINEN KAFFEE! DANKESCHÖN!

+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER

MEHR ENTDECKEN

Seenotretter Einsatz im Gewitter auf der Ostsee
28/06/26

Gewitterböe erfasst Segelboot: DGzRS rettet Ehepaar aus der Ostsee

Samstagnacht, Eckernförder Bucht: Ein schweres Gewitter trifft ein Segelboot im Schlepp. Das Boot kentert, das Ehepaar an Bord stürzt in die dunkle Ostsee. Die Seenotretter müssen blitzschnell ha...
Seenotrettungskreuzer Felix Sand
26/06/26

Insektenstich auf der Ostsee: Seglerin in Lebensgefahr

Ein ganz normaler Segeltörn auf der sommerlichen Ostsee — bis ein Insektenstich alles verändert. Was harmlos beginnt, kann für Menschen mit schwerer Allergie innerhalb von Minuten lebensbedrohlic...
Traumort am Meer: ein kleines Dorf am Beachy Head, England - Ankerherz Verlag
25/06/26

Traumort am Meer: ein kleines Dorf am Beachy Head, England

Traumort am Meer: ein kleines Dorf am Beachy Head, England. In unserer neuen Blog-Rubrik stellen wir Euch Ort zum Träumen vor. Diesmal sind wir im Süden von England...